Picasso am Strand – oder: Wozu arbeiten Sie überhaupt?

Vier-Stunden-WocheWir putzen keine Fenster. – Das übernimmt eine Putzfirma.

Wir erstellen unsere Website nicht selbst. – Damit verdient unser Grafiker sein Geld.

Wir schneiden unsere Hecken nicht. – Das macht ein Gärtner.

Wir erledigen unsere Buchhaltung nicht selbst. – Das machen die Mitarbeiter unseres Steuerberaters.

Wir fahren nicht selbst zu unseren Vortragsengagements. – Dafür bezahlen wir die Deutsche Bahn. Oder die Lufthansa. Oder einen Fahrer, wenn es anders nicht praktikabel ist.

Also, wenn wir genau darüber nachdenken: Ein beachtlicher Teil der Tätigkeiten im Alltag von Förster & Kreuz ist ausgelagert bzw. delegiert. Es gibt aber auch Tätigkeiten, die würden wir niemals delegieren: Nämlich die für uns bedeutsamen Tätigkeiten.

Bedeutsame Tätigkeiten geben Energie

„Bedeutsame Tätigkeiten“ – diesen Begriff haben wir in unserem Buch „Hört auf zu arbeiten!“ geprägt. Er trifft genau, was wir mit dieser besonderen Sorte von Arbeit meinen, die sich überhaupt nicht wie Arbeit anfühlt. Diese Tätigkeiten geben uns Energie, die tief von innen kommt und die auch von außen wahrgenommen wird.

Bedeutsam ist es für uns zum Beispiel, diesen Artikel hier (und viele weitere) zu schreiben. Und Bücher und Kolumnen zu schreiben. Und Vorträge zu konzipieren und zu halten. Und ja, auch unsere E-Mails selbst zu beantworten.

Um die Zeit und die Kraft zu haben, diese Dinge selbst machen zu können, tun wir viele, viele andere, für uns nicht bedeutsame Dinge ganz bewusst NICHT. Und genau diese bewusste Aufteilung ist entscheidend dafür, warum wir total gern arbeiten. Ob wir nun 4 Stunden oder 40 Stunden arbeiten, ist dabei nicht der entscheidende Punkt – sondern die Frage, wie sich diese Stunden für uns anfühlen.

Vier-Stunden-Woche? – Warum?

Deswegen passt das Konzept der Vier-Stunden-Woche von Tim Ferriss für uns nicht. Die Idee klingt ja erstmal verlockend: Wenige Stunden pro Woche ranklotzen und Geld verdienen und den Rest der Zeit Spaß haben. Aber was dabei fehlt, ist die Frage: „Wozu das Ganze?“

Bei den vielen Fans der Vier-Stunden-Woche ist die Antwort klar: Um möglichst wenig Zeit mit Arbeit zu verbringen, möglichst viel passives Einkommen zu generieren und dann in der restlichen Zeit zu surfen, zu reisen, in der Hängematte zu liegen … oder was auch immer.

Aber können Sie sich vorstellen, dass Picasso gesagt hätte: „Okay, heute morgen klotze ich ran und male vier Stunden, damit ich den Rest der Woche das tun kann, worauf ich wirklich Lust habe, nämlich am Strand von Antibes rumzuhängen und schön braun zu werden …“?

Nein, er hat die Stunden in seinem Atelier ganz sicher nicht gezählt. Denn er hat seine Arbeit von ganzem Herzen geliebt. Genau das können Sie spüren, wenn Sie seine Bilder sehen! Wenn wir in New York im Museum of Modern Art vor den „Demoiselles d’Avignon“ stehen und das Form- und Farbenspiel dieses Gemäldes auf uns wirken lassen, dann ist für uns zutiefst einsichtig: Picasso hat dieses Bild definitiv NICHT in wenigen Stunden „runtergemalt“ wie eine lästige Pflicht, um dann endlich das tun zu können, was ihm Spaß macht!

Sie können sicher sein: Noch nie ist ein Gemälde, ein Buch, ein Musikstück, ein Produkt oder eine Dienstleistung, die beim Empfänger eine tiefe Wirkung hinterlassen haben, nach dem Prinzip der Vier-Stunden-Woche erschaffen worden.

Den eigenen Arbeitseinsatz zu minimieren durch maximales Outsourcing – das ist ein pfiffiges Konzept, um zeitsparend Geld zu verdienen. Aber aus unserer Sicht gibt es einen besseren Weg, unsere Lebenszeit zu investieren: Großartige Arbeit zu leisten! Und dafür gibt es ein ganz einfaches Prinzip:

Macht, was ihr liebt! Und liebt, was ihr macht!

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