Salman Khan – Ein Mann revolutioniert das Lernen

Salman Khan und seine Online Academy revolutionieren das Lernen

Als die 13-jährige Nadja drohte, wegen ihrer Mathe-Note sitzenzubleiben, konnte ihr Onkel Salman nicht länger zusehen. Der 28-jährige Ingenieur und Computerfachmann beschloss, ihr Nachhilfelehrer zu werden. Keine leichte Angelegenheit, denn Khan wohnte in Boston, Nadja in New Orleans. Aber dafür hatte der Technik-Freak eine Lösung: Es gibt ja das Internet…

Seine Idee funktionierte, Nadja holte rasch auf und Salmans Idee explodierte förmlich. Heute bietet Salman Khan auf Youtube und seiner Website kahnacademy.org mehr als 2.400 Lehrvideos für alle naturwissenschaftlichen Fächer an. Was für ihn anfangs nur ein Gefallen unter Verwandten war, ist jetzt mehr als ein Vollzeitjob – Die Khan Academy ist eine Institution geworden: „We’re on a mission to help you learn whatever you want, whenever you want, at your own pace.“

Mit ca. zwei Millionen Besuchern pro Monat gehört sie zu den beliebtesten pädagogischen Websites der Welt. Tendenz steigend. Und nicht nur Einzelpersonen, auch ganze Schulklassen nutzen die Khan Academy. Manche Lehrer gehen sogar so weit, ihre Lehrbücher komplett zur Seite zu legen: In der fünften Klasse der Covington Elementary School in Los Altos, Kalifornien, sitzen 27 Schüler vor 27 Laptops und lernen mit der Khan Academy. Frontalunterricht gibt es nicht, denn die Video-Lektionen haben sich die Schüler bereits zu Hause angeschaut. In der Klasse machen sie lediglich ihre Hausaufgaben – mit individueller Unterstützung durch ihren Lehrer und die Mitschüler.

Nochmal langsam zum Mitschreiben: Die Lektionen in Ruhe zu Hause, die Hausaufgaben in der Schule!

Auf einem iPad verfolgt der Lehrer den Fortschritt jedes Schülers. Welche Module hat Annie abgeschlossen, welche nicht? Welche Videos hat sie gesehen, welche fehlen ihr noch? Wie lang war ihre Verweildauer bei jedem Video? Und wieviel kann sie schon im Vergleich zu Jason, Martin oder Linda? Um das herauszufinden, braucht der Lehrer keine Klassenarbeiten. Er schaut einfach auf sein iPad. Mit einem Ampelsystem kann er sofort einschätzen, wer gerade allein zurecht kommt und wer Unterstützung benötigt. Jeder Schüler lernt selbstbestimmt in seinem eigenen Tempo – und jeder bis zur Meisterschaft. Damit stellt die Khan Academy das klassische Schulkonzept vom Kopf auf die Füße!

Mathe, Chemie, Physik: Bei diesen Fächern geht es in der Regel Schlag auf Schlag. Die Inhalte bauen aufeinander auf und wer nicht von Anfang an mitkommt, ist im herkömmlichen Unterricht schnell verloren. Langsamere Schüler bekommen dann eine Vier – und müssen mit einer schlechten Basis zum nächsten Kapitel übergehen. Bei der Khan Academy hingegen sind Wissenslücken ausgeschlossen. Jeder Schüler bleibt so lange an einem Thema dran, bis er es verinnerlicht hat. Die Schüler sind top motiviert. Warum? Weil es keine Klassenarbeiten gibt, die sie zu schlechten Schülern stempeln und sie demotivieren. Indem sie selbst ihren Fortschritt sehen, behalten sie den Spaß am Lernen und werden mit jeder Lektion besser.

„It happens on its own. They just began to get up of their seats and work with each other“ – seit er aufgehört hat, zu dozieren, hat sich die Rolle des Lehrers um 180 Grad gedreht. Er hat das Lehrbuch zugeklappt und ist Coach geworden. Den Schülern bringt er hauptsächlich bei, wie sie gegenseitig in die Lehrer-Rolle schlüpfen können.

Wir finden die Khan Academy weltbewegend! Denn sie zeigt: Es geht auch anders. Statt noch länger zu pauken und noch härtere Tests zu bestehen, lernen die Schüler einfach smarter! Mit dem gleichen Aufwand wie bisher erzielen sie wesentlich bessere Ergebnisse und haben dabei auch noch Freude. Das ist Lernen im 21. Jahrhundert!

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