Philippe Starck – Der kreative Mönch

PHILIPPE STARCK – Der Stardesigner arbeitet und lebt wie ein Mönch

Philippe Starck ist ein fantastischer Designer. Faszinierend, wie vielseitig er ist, von Architektur über Motorräder bis hin zu Möbeln und Haushaltsgegenständen – Und immer sind seine Entwürfe bahnbrechend, spektakulär, er ist der Vorreiter des „Neuen Designs“. Derzeit soll er am Design eines revolutionären neuen Produkts von Apple arbeiten. Wir sind sehr gespannt!

Woher nimmt er die Inspiration für so viel Kreativität?
Woher kommen die Impulse für solch geniale Ideen?

Die Antwort darauf gab Starck dem Magazin „Wired“:
„Ich lebe wie eine Art moderner Mönch. Ich gehe früh ins Bett und stehe ein bisschen früher auf als andere. Den Höhepunkt der Kreativität erreicht mein Körper so um sieben Uhr am Morgen. Wer kreativ sein will, darf sich nicht mit Drogen oder Alkohol vergiften. Auch nicht mit industriell verarbeiteten Lebensmitteln. Du musst Sport treiben und jede Menge Sex haben (wenn auch nicht unbedingt in dieser Reihenfolge).“

Wow. Von wegen kreatives Chaos.

Fokus!
Disziplin!
Einschränkung!
Früh ins Bett!
Gesundheit!

Aber genau das ist der Schlüssel: Sein strenger Tagesplan und seine disziplinierte Lebensweise sind einem einzigen Ziel verpflichtet: seinen Kopf für die Arbeit freizuhalten.

Frei!
Disziplin und Ordnung schaffen den Raum, in dem der Geist frei sein kann.

Diese Fähigkeit, gut für sich zu sorgen und sich strukturiert Bedingungen zu schaffen, die Kreativität ermöglichen, ist heute wichtiger denn je. Nicht nur bei uns, sondern auch bei vielen von IHNEN besteht ein sehr wichtiger Teil der Arbeit darin, Ideen aufzusaugen, zu reflektieren und weiterzuverarbeiten. Und das funktioniert nur, wenn wir uns darum kümmern, dass unser Motor nicht im roten Drehzahlenbereich läuft und die Düsen nicht verstopfen.

„Nur Fokussierung führt zu Originalität“, sagt Philippe Starck. Dabei geht es nicht darum, sich asketisch einzuschränken, es geht nicht um den Verzicht. Sondern darum, sich von Ablenkungen, Reizüberflutungen und Dingen, die unseren Kopf verstopfen, fernzuhalten.

Zu entrümpeln, damit der Kopf frei wird für neue Ideen und Perspektiven. Das ist eine tägliche Selektionsaufgabe: brauche ich, will ich, ist wertvoll – oder eben: dafür verschwende ich keine Lebenszeit.

Der Gedanke, dass Disziplin, Ordnung und Konsequenz die Voraussetzung sind für kreative, geistreiche, neue Ergebnisse, fasziniert uns. Das ist beispielsweise auch der Grund, warum wir unseren Fernseher in den Keller gestellt haben. Ganz einfach. Es muss nicht so radikal sein wie bei Philippe Starck, aber eine kleine Dosis „Moderner Mönch“ tut jedem von uns gut…

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