Kreativität funktioniert nicht auf Knopfdruck

Fließbänder funktionieren auf Knopfdruck. Kreativität tut es nicht.

Kreativität benötigt „Slack time“. Damit bezeichnet die englische Sprache Zeit zum Faulsein oder Abhängen – oder etwas eleganter ausgedrückt: Zeit für das bewusste Nichtstun.

Wer uns dabei aber am meisten im Weg steht, das sind wir selbst und unser Drang, rund um die Uhr beschäftigt und erreichbar zu sein. Das ist der größte Feind des Nachdenkens. Große Ideen sind aber niemals das Ergebnis von permanentem Beschäftigtsein. Sie entstehen nicht durch BE-Schleunigung, sondern durch ENT-Schleunigung. Durch nichts TUN müssen, sondern einfach SEIN dürfen.

Diese kurzen Auszeiten werden immer wichtiger, je weiter ständiger Wandel und verschärfter Wettbewerb den kreativen Anteil an der Arbeit jedes Einzelnen nach oben treiben. Menschen müssen lernen, sich selbst kreative Auszeiten zu genehmigen. Unternehmen müssen lernen, loszulassen und Räume des Zweckfreien zuzulassen. Denn gerade dort tut sich oft Entscheidendes. Der Klassiker ist hier der Geistesblitz, der frühmorgens unter der Dusche kam – und eben nicht Punkt neun am Schreibtisch.

Fließbänder funktionieren auf Knopfdruck. Kreativität tut es nicht.

Man kann Menschen dressieren, sich dem Rhythmus von Fließbändern anzupassen. Zur Kreativität abrichten lassen sich Menschen nicht.

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