Die fehlende Zutat für Ihren Erfolg

Die fehlende Zutat für Erfolg: Konsistenz

2016. Jahresmitte. Zeit für eine kleine Zwischenbilanz: Haben Sie sich für dieses Jahr etwas vorgenommen? Und? Hand aufs Herz: Wie viel davon haben Sie umgesetzt?

Wenn Sie sich jetzt ein wenig ertappt fühlen: Sie sind in guter Gesellschaft! Die Statistik bescheinigt, dass es 92 Prozent der Menschen nicht gelingt, ihre Neujahrsvorsätze umzusetzen. Das heißt aber auch: 8 Prozent schaffen es.

Die Frage ist: Wie machen die das? Und: Wie können auch Sie es schaffen, Ihre Versprechen gegenüber sich selbst einzuhalten? Und zwar nicht nur die Neujahrsvorsätze!

Wir glauben, dass sich viele von uns deshalb so schwer damit tun, weil wir in einer Welt der sofortigen Bedürfnisbefriedigung leben: Film schauen? – Sofort bei Maxdome gestreamt. Ein bestimmtes Musikstück hören? – Apple oder Spotify liefern on demand. Hunger? – Fahr mal eben bei Burger King raus. News? – Social Media liefert den persönlichen Nachrichtenmix auf das Handy, das stets zur Hand ist, wie der Name schon sagt.

Wen wundert es da, dass viele auch mit dem sofortigen Erfolg rechnen?

Eingefangen in der Jetzt-sofort-in-Echtzeit-Blase glauben wir irgendwann auch an die „6-Minuten-Heilmethode“, an den „Nichtraucher in 120 Minuten“, an den „Minuten-Manager“, an das „Gesund-in-7-Tagen-Programm“ und daran, dass wir in zwei Wochen fließend Französisch sprechen, unser neuer Twitter-Account nach drei Tagen mehrere Tausend Follower hat und dass das 14-Tage-Beachbody-Training auch bei uns funktioniert.

Doch regelmäßig platzt die Illusion: Nach drei Wochen können wir gerade mal auf dem Niveau eines Zweijährigen Französisch sprechen, unser neuer Twitter-Account hat nach einer Woche nur 9 Follower, und nach 14 Tagen Training haben wir immer noch kein Sixpack.

Das Geheimnis des Erfolgs ist eben eine entscheidende Zutat, die in all diesen Instant-Methoden fehlt. Die Zutat heißt „harte Arbeit, und zwar konsistent“. Ganz einfach. Und eigentlich liegt uns Konsistenz ja, denn jeder Mensch ist konsistent, wenn ihm eine Sache großen Spaß macht oder wenn er es schlichtweg sein muss. Dass Konsistenz nicht in unserer DNA liegen würde, gilt also nicht als Ausrede. Der entscheidende Fehler ist: Viele machen Konsistenz abhängig von Ergebnissen. Und darum hören sie auf, bevor die Ergebnisse da sind.

Egal was Sie machen: Großartige Ergebnisse brauchen Zeit und es dauert unter Umständen sehr lange. Wenn Sie dann sagen: Gut, ich mach ja weiter, aber nur, wenn ich jetzt ein Erfolgserlebnis bekomme, dann haben Sie sich bereits selbst sabotiert. Denn umgekehrt wird ein Schuh draus: Das Erfolgserlebnis wird nur kommen, wenn Sie weitermachen.

Konsistenz ist die Voraussetzung, keine abhängige Variable! Konsistenz hat nichts mit den äußeren Umständen zu tun. Dass Sie nicht genügend Zeit haben oder dass niemand Ihnen hilft usw. sind alles keine guten Gründe für fehlende Konsistenz. Der einzige Zusammenhang ist der mit Ihrer inneren Haltung: Halten Sie Ihr Versprechen gegenüber sich selbst, dabei zu bleiben und es durchzuziehen, egal wie die kurzfristigen Ergebnisse aussehen? Ja oder nein?

Es geht bei der Konsistenz darum, eine Art Automatismus hinzubekommen: Es einfach zu tun. Regelmäßig. Immer wieder. Der Prozess des regelmäßigen Tuns steht im Vordergrund, nicht das Ergebnis. Das heißt konkret: Sie tun es nicht deshalb, weil Sie ein Ergebnis erwarten, sondern weil Sie es gestern getan haben und es morgen wieder tun werden. Egal, was dabei herauskommt. Tun und Ergebnis müssen entkoppelt werden!

Das beste Konsistenz-Werkzeug, das wir kennen: Unser Kalender. Mit seiner Hilfe machen wir regelmäßig eine Stunde Sport pro Tag. Automatisch. Immer. Warum? Weil wir es in unseren Kalender geschrieben haben!

Auch wenn wir unterwegs sind, unsere Laufschuhe haben wir immer im Gepäck dabei. Wir haben gar keine andere Wahl, denn wir haben ja täglich einen Termin mit uns selbst, bei dem wir die Schuhe brauchen.

Ob privat oder beruflich: Ihr Kalender lügt nie. Ein Blick auf Ihren Kalender verrät, wo Ihre echten Prioritäten liegen. Ihre Kinder sind Ihre Top-Priorität im Leben? Tatsächlich? Dann ist in Ihrem Kalender Zeit für Ihre Kinder reserviert! Strategische Fragestellungen sind eine Top-Priorität Ihrer Arbeit? Tatsächlich? Dann ist in Ihrem Kalender Zeit für Strategie reserviert. Und nicht 99,9 Prozent Tagesgeschäft. Sport ist Ihnen wichtig? Tatsächlich? Dann steht Zeit für Sport in Ihrem Kalender. Regelmäßig!

Wenn Sie also nicht schaffen, was Sie sich vorgenommen haben, wenn es Ihnen zwar wichtig ist, Sie aber einfach nicht dazu kommen – dann belügen Sie sich selbst. Das sind Ausreden! Schauen Sie einfach in Ihren Kalender und lesen Sie es nach! Sie haben einfach anderen Dingen eine höhere Priorität gegeben.

Was Sie nicht tun, ist Ihnen nicht wichtig. Das ist die bittere Wahrheit.

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