Ich wähle … mich

Ich wähle mich selbst... und warte nicht

„Wenn die Redaktion von Günther Jauch mich auswählt und in die Talkshow setzt, dann wird mein Buch ein Bestseller….“ – „Wenn der Chef mich für die Projektleitung auswählt, dann kann ich endlich Karriere machen…“ – „Wenn der Klassensprecher mich in seine Mannschaft wählt, dann finden mich die Anderen toll…“

Das ist eine Haltung, die viel zu viele Menschen haben. Jedenfalls unserer Meinung nach. Die Haltung bedeutet: Wähle mich, dann bin ich wer. Oder umgekehrt: Werde ich nicht erwählt, kann ich nichts erreichen.

Wir sind verblüfft, für wie viele Menschen es völlig normal erscheint, das eigene Schicksal daran zu knüpfen, dass EIN ANDERER etwas tut oder lässt.

Natürlich sind viele von uns das einfach so gewöhnt: Im Kindergarten und in der Schule werden wir von klein auf täglich darin trainiert „aufgerufen“ zu werden – oder ansonsten unsere Klappe zu halten und stillzusitzen. Und so geht es weiter, von der Schule über die Uni bis zum Arbeitsplatz, immer gibt es eine höhere Instanz, an die wir die Verantwortung für unseren Erfolg abgeben.

Wir HOFFEN ausgewählt zu werden, ja, wir fänden es nur gerecht, zu den Auserwählten zu gehören, aber wir können ja nur hoffen. Hoffentlich wird meine Bewerbung ausgewählt, hoffentlich wählt der Chef mich bei der nächsten Beförderung aus…

Dabei braucht es im Leben überhaupt keine höhere Instanz, keine Autorität, keine offizielle Erlaubnis, jemanden, der mit dem Finger auf Sie zeigt und sagt: „Jetzt bist du dran!“

Warum darauf warten, dass Ihnen jemand sagt, dass Sie gut, wertvoll, besonders sind?
Warum wählen Sie sich nicht selbst?

Renate Meidt hat gewartet bis sie 55 Jahre alt war. Ihre Vorgesetzten bei der Spedition hatten sie mehrfach übergangen. Teamleiterin? Vergessen Sie’s! Sie sollte einfach die kleine Disponentin bleiben. Doch dann war sie ihrer eigenen Ausreden überdrüssig und wählte sich einfach selbst. Im Klartext: Sie kündigte. Mit Mitte 50!

In einem kleinen Dorf tief in der Altmark in Sachsen-Anhalt stellte sie sich ein paar Computer und ein paar Telefone in den Keller ihres Wohnhauses und machte das, was sie bisher auch schon getan hatte: für Unternehmen, die etwas transportieren wollen, Lkw-Ladekapazitäten suchen und buchen. Nur tat sie es diesmal auf eigene Rechnung und nach ihren eigenen Vorstellungen. Und mit ihrer ganzen Erfahrung.

Im zweiten Jahr hatte sie bereits zwei Angestellte und machte 1,5 Mio Euro Umsatz, Tendenz steigend.

Dieser wunderschöne Fall enthält alles, was wir meinen, wenn wir von Freiheit sprechen: Sowohl die „Freiheit von“ als auch die „Freiheit zu“: Wenn Sie sich frei machen von der „höheren Instanz“, wenn Sie also darauf verzichten, jemandem die Verantwortung für Ihren Erfolg zu übergeben, wenn Sie aufhören zu warten auserwählt zu werden, dann wenden Sie Ihr Leben von außen nach innen.

Die Erlaubnis, das Beste aus Ihrem Leben zu machen, können Sie sich dann im Innern selbst geben. Dann erst werden Sie wirklich frei: Sie geben sich die Freiheit, etwas zu bewegen.

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