Hoffnung – Eines der wunderbarsten Wörter der deutschen Sprache

HoffnungWir sind sehr, sehr glücklich mehrere Bestseller geschrieben zu haben. Auch deshalb, weil wir viele emotionale, motivierende, wertschätzende Leserzuschriften bekommen. Zum Beispiel: „Nachdem ich Ihr Buch gelesen habe, habe ich wieder Hoffnung …“ Wow! Das ist Gänsehaut pur.

Hoffnung? Wirklich?

Und doch haben wir uns mit dieser Rückmeldung zuerst schwer getan. Eigentlich dachten wir, wir geben den Menschen mit unseren Büchern und Vorträgen vorrangig Inspiration, indem wir ihnen Perspektivenwechsel ermöglichen und Ideen aussäen…

Ein paar Tage später lasen wir einen Artikel über Rudolph Giuliani und wie er die Stadt New York als Bürgermeister in der Zeit nach den Anschlägen vom 11. September 2001 wieder mental aufrichtete. Er hat die Menschen damals wirklich bewegt, indem er mit ihnen die kleinen Erfolge feierte: Solche kleinen Siege wie „Die 5th Avenue ist wieder offen! Wir schaffen das!“ Er sah es als seine Führungsaufgabe, den Menschen wieder Hoffnung zu geben. – Und da war es wieder, dieses Wort. Dann kam uns eine andere Führungspersönlichkeit in den Sinn: Napoléon Bonaparte, der einmal gesagt hat: „Un chef est un marchand d’espérance“ – „Ein Führer ist ein Händler der Hoffnung.“

Die edelste Form der Inspiration

Das ist es! Wer Menschen bewegen will, muss ihnen Hoffnung geben. Das ist ein initialer Beitrag dazu, dass Menschen Probleme lösen, Hindernisse überwinden und Ziele erreichen. Und das ist im Prinzip auch nichts anderes als das, was wir wollen. Wir können uns mit dem, was wir bei diesem Leser bewirkt haben, identifizieren. Ja, wir finden sogar: Hoffnung ist die vielleicht edelste Form von Inspiration.

Und ist eines der kraftvollsten Wörter der deutschen Sprache. Sie erfüllt uns mit Energie, mit Vorfreude, mit freudiger Erwartung. Sie richtet uns aus auf die Zukunft. Ohne sie gibt es keinen Grund zu bestehen, sich anzustrengen, weiterzumachen. Mit Hoffnung dagegen sehr wohl. Für uns gehört sie damit auf die Liste der wichtigsten menschlichen Motive, zusammen mit Mut, Überzeugung, Liebe und Leidenschaft!

Die Frage ist: Wie können wir Menschen, die etwas bewegen wollen und können, Hoffnung geben?

Im Wesentlichen auf zwei Wegen:

1. Indem wir ihnen helfen, negatives Denken zu überwinden. Sätze wie „Das schaffen wir nie …“, „Wer bin ich denn schon ….“, „Das muss wohl so sein …“ sind Ausdruck von Hoffnungslosigkeit. Wer sie denkt, trägt dazu bei, dass sie wahr werden. Wir geben Menschen Hoffnung, indem wir dieses Denken verändern.

2. Indem wir sie unterstützen, kleine Ziele zu setzen und sie zu erreichen. So entstehen viele kleine Siege. So wie es Giuliani in New York gemacht hat. Und so wie Bob der Baumeister, die Kinderbuchfigur, die jeden Morgen zu ihrem Bautrupp sagt: „Können wir das schaffen? – Yo! Wir schaffen das!“ … Und dann wird angepackt! Am Abend ist das Ziel erreicht und es gibt etwas zu feiern.

Einem veränderten Denken (1) muss ein verändertes Verhalten (2) folgen. Dann fällt die Hoffnung im Denken (1) schon leichter und die Hoffnung im Handeln (2) wird größer und immer so weiter. Denn nichts ist so ansteckend wie Erfolg.

Optimismus ist passiv

Übrigens ist Hoffnung etwas ganz anderes als Optimismus. Das ist ein wichtiger Punkt! Optimismus ist etwas Passives: Die Dinge werden sich schon zum Besseren entwickeln, denkt der Optimist. Ob ich nun etwas dazu beitrage oder nicht. – Hoffnung dagegen ist etwas Aktives: Der Glaube, dass wir gemeinsam die Dinge zum Besseren verändern können.

Es braucht keinen Mut, um Optimist zu sein. Aber es erfordert jede Menge Mut, um Hoffnung zu leben!

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