Gefangen?

gefangenDostojewski hat einmal geschrieben, dass die beste Methode, einen Gefangenen davon abzuhalten, aus dem Gefängnis auszubrechen, darin bestehe, sicherzustellen, dass der Gefangene nicht wisse, dass er sich in einem Gefängnis befinde. 

Lebenslang gefangen? Wollen Sie das?

Viele Menschen erlegen sich selbst diesen lebenslangen Freiheitsentzug auf, indem sie sich selbst nur in ausgewählten Bereichen die Wahrheit zugestehen und sich in anderen Belangen konsequent belügen. 

Warum? 

Weil das Leben im Gefängnis, so betäubend und leer es auch sein mag, gleichzeitig ein Gefühl von Sicherheit gibt. Mein Job macht mir keinen Spaß? Und wenn schon, irgendwie muss ich ja die Miete bezahlen. Ich würde gern eine Auszeit nehmen und danach vielleicht etwas ganz anderes machen? Schön wär’s, aber dazu fehlt mir das Startkapital. Und die Banken geben ja kein Geld. Und was wird meine Familie sagen? Und das Universum. Und der ganze Rest. Ja, ja, schon klar.

Was wollen Sie wirklich vom Leben?

Dahinter steht immer dasselbe Muster: 

Menschen verweigern sich der Frage: “Was will ich eigentlich vom Leben?”, weil sie die Konsequenzen fürchten, die eine ehrliche Antwort auf diese Frage nach sich ziehen könnte. Stattdessen akzeptieren Sie es lieber, gefangen zu sein.

Was würde dann aus dem bisherigen angeblich wunschlos glücklichen Leben werden, wenn sie sich erlauben, auf ihre Wünsche zu hören? Diese Leute leben, als ob sie ihre Wünsche auf das nächste Leben verschieben könnten. 

Naja, vielleicht geht das ja tatsächlich. 
Aber wir sind da nicht so sicher.

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