Cut the Crap!

Cut the crap

No one ever built a monument to a committee – Noch nie wurde einem Ausschuss, einer Kommission oder einem Komitee ein Denkmal gesetzt. Warum nicht? Weil sie meistens nichts bewirken. Sie treffen sich, schlagen die Zeit tot und bewegen heiße Luft…

STOPP!

Wir revidieren unsere Meinung. Da gibt es ein Komitee, das finden wir genial: Das Cut-the-Crap-Komitee der britischen Unterhaltungselektronik-Kette Richer Sounds. Dieser Ausschuss besteht aus einer Gruppe von Top-Managern, die sich regelmäßig trifft, um eine schlimme Sache zu identifizieren und anschließend gnadenlos zu eliminieren. Und dieses eine, böse Ding ist: miese Arbeit.

Was ist miese Arbeit?

Mit „mieser Arbeit“ sind nicht schlechte Leistungen gemeint. Nein, miese Arbeit ist etwas anders, etwas völlig Normales: In jedem Unternehmen sammeln sich im Laufe der Zeit kleine Bürokratie-Häufchen an, kleine Fussel von Zeitverschwendung, unnötige Berichte etwa, zu lange oder überflüssige Meetings, umständliche Arbeitsabläufe, sinnlose Genehmigungsverfahren und all dieses Zeugs, das keinen Wert schafft, dafür aber Zeit raubt, Energie verschwendet, Lust tötet und Frust erzeugt.

Diese Fussel sammeln sich gerne zu Fusselbällchen, werden immer größer, immer destruktiver und wirken irgendwann wie ein Schwarzes Loch, das Freude unerbittlich anzieht und vernichtet. Gründer und Chef Julian Richer nennt das Crap!

Und dieser Crap muss weg!

Um das Unternehmen fusselfrei zu halten, braucht es aber eine wichtige Erkenntnis in den Köpfen der Führungskräfte. Julian Richer sagt: “Most companies just keep adding new systems. They never go through and clear out the obsolete ones.“ – Viele Unternehmen sind Weltmeister darin, immer neue Controlling-Tools, neue Berichte, neue Formulare hinzuzufügen. Chefs machen sich wahnsinnig viele Gedanken drüber, was man noch alles machen könnte. Und kommen selten bis nie auf die Idee, dass sie auch führen und etwas verbessern könnten, indem sie etwas NICHT mehr machen.

Darum empfehlen wir jedem Unternehmen: Wie auch immer Ihr das einrichtet, denkt jedenfalls regelmäßig darüber nach, was Ihr weglassen könntet. Aufgeben. Streichen. Reduzieren. Beenden. Alles, was die Produktivität, die Lust und die Energie der Mitarbeiter raubt, ohne nennenswert zur Wertschöpfung beizutragen, muss weg!

Denn der Kern jeder Führungsarbeit ist es, ein Umfeld zu schaffen, in dem Mitarbeiter ihr Bestes geben können.

Das gilt auch für Sie persönlich, nicht nur für Ihre Chefs: Fragen Sie sich, was an Ihrem täglichen Pensum sinnlose, miese Arbeit ist, die Ihnen die Energie raubt. Und: Wie können Sie sie los werden?

 

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