Betonkopf oder erfolgreicher Skeptiker?

Betonköpfe und Skeptiker

„Meine Ideen sind in der Firma nicht wirklich erwünscht. Egal, welche neuen Vorschläge ich einbringe, sie werden abgeschmettert. Oder abgelächelt. Oder abgeschulterzuckt. Mein Gefühl: null Resonanz, null Wirkung, null Freude. Warum also soll ich meine Energie an Menschen verpuffen lassen, die alles dafür tun, dass ihre heilige Ordnung nicht gestört wird?“

Solchen Aussagen hören wir immer wieder – von unseren Lesern, von Menschen, die uns nach unseren Vorträgen ansprechen, in unserem Bekanntenkreis.

Solche Betonköpfe im eigenen Arbeitsumfeld zu identifizieren ist nicht so schwer. Sie sagen prinzipiell Nein. Egal, wie revolutionär, einzigartig oder erfolgsversprechend eine Idee ist, sie winken sie ab. Veränderung? – Viel zu anstrengend. Was Neues? – Brauchen wir nicht, läuft doch auch so. Neue Wege gehen? – Funktioniert bei uns nicht. Bei Betonköpfen lässt sich nichts holen – außer blaue Flecken.

Aber! Es gibt auch jene, die sich auf den ersten Blick genau wie Betonköpfe verhalten. Wir nennen sie die „erfolgreichen Skeptiker“. Warum? Genau wie die prinzipiellen Nein-Sager stehen sie neuen Ideen äußerst kritisch gegenüber. Aber sie haben dafür einen wirklich guten Grund: Sie brennen für ihre Sache. Und sie sind extrem erfolgreich damit. Sie kennen sich aus. Sie wissen, was sie tun.

Während den Betonköpfen nur am Herzen liegt, dass sich in ihrem Nischenidyll bloß nichts verändert, sind die erfolgreichen Skeptiker das Commitment auf zwei Beinen. Und weil sie sich und ihrer Expertise sehr bewusst sind, lassen sie nicht jeden gleich in ihrem Revier wildern. Solche harten Brocken wollen erst einmal überzeugt werden!

Allerdings: Unserer Erfahrung nach wissen gerade sie – allen Bedenken zum Trotz – den Wert einer originellen, erfolgversprechenden Idee zu schätzen. Und genau deshalb lohnt es sich hier, am Ball zu bleiben. Wenn Sie einen dieser Typen vor sich haben, werden Sie von ihm nicht sofort freie Bahn bekommen. Aber mit Ausdauer und guten Argumenten werden Sie irgendwann bei ihm ankommen – und sei es nur, dass er zehn gute Ideen für blödsinnig befindet und von der elften Idee begeistert ist.

Schärfen Sie Ihren Blick!
Lernen Sie, Betonköpfe von erfolgreichen Skeptikern zu unterscheiden!

Die Zeit, die wir mit Menschen verschwenden, die nicht ums Verrecken wollen, dass sich in ihrem Nischenidyll irgendetwas verändert, ist gestohlene Zeit von den Menschen, die etwas verändern wollen. Und es ist auch gestohlene Zeit von uns.

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