Schluss mit dem Frust! Zwei Wege, um die Unzufriedenheit zu beenden

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Es vergeht keine Woche, in der wir nicht mit dem Zug, Flugzeug oder Auto unterwegs sind und in der wir nicht in Bahnhöfen, Flughäfen, Hotellobbys und Hotelzimmern sitzen, stehen oder liegen. Das hat zwei Gründe: Erstens unser Beruf. Zweitens unsere Leidenschaft fürs Reisen.

Es gibt dabei aber einen Nachteil: Oft, sehr oft müssen wir einfach warten. Auf die Anschlussverbindung, auf Veranstalter, darauf abgeholt zu werden, auf den Beginn der Veranstaltung, etc. Und in der Disziplin des Wartens werden wir in diesem Leben wohl keine Goldmedaillengewinner mehr.

Als sich einmal herausstellte, dass der Zug, auf den wir seit einer Stunde gewartet hatten, dann auch noch 50 Minuten Verspätung hatte, haben wir einen Block genommen und die Wartezeiten der vergangenen Woche zusammengezählt, einen Tagesdurchschnitt ausgerechnet – und waren am Ende der Übung genervt. So viel unnütze Zeit! Was für eine Verschwendung! Soll das ein notwendiges Übel sein, das zu unserem Job einfach dazugehört? Wirklich anfreunden wollten wir uns nicht mit diesem Gedanken.

Am nächsten Tag beim Frühstück fiel unser Blick auf einen Ausstellungsbericht aus der Münchner Pinakothek. „Statt gelangweilt am Bahnhof zu hocken, hätten wir auch in diese Ausstellung gehen können …“, sagte einer von uns halb im Scherz. Aber Moment: Das ist gar kein Scherz!

Seit diesem Frühstück haben wir uns entschieden, anders zu warten: Wann immer es geht, besuchen wir dort, wo wir eine Veranstaltung haben, ein Museum oder eine Ausstellung. Wenn auch nur für eine halbe Stunde. Wir suchen uns die Infos schon vorher raus und lernen so die Städte noch mal ganz anders kennen – und erfahren Dinge, die uns sonst fremd geblieben wären. Zum Beispiel wissen wir, seitdem wir im Berliner Currywurstmuseum waren, dass es schon vor 5.000 Jahren „Essen to go“ gegeben hat. Langweilig oder ärgerlich ist das Warten seitdem nicht mehr.

Was ist passiert? Wir haben uns entschieden, die Umstände als gegeben hinzunehmen – Wartezeiten lassen sich auf Reisen kaum vermeiden – aber stattdessen unsere Haltung zu verändern: „Wer hat definiert, dass Wartezeit Herumsitz-Zeit sein muss?“

Man kann das Pferd aber auch von der andere Seite her aufzäumen und die Umstände verändern: Den Job wechseln, statt mit öffentlichen Verkehrsmitteln nur noch mit dem eigenen Auto reisen oder Engagements nur noch in der Nähe des eigenen Wohnortes annehmen.

Das Interessante dabei: Wer seine innere Haltung verändert, der verändert dadurch auch die äußeren Umstände. Wer beispielsweise seine Einstellung zum nervenden Kollegen geändert hat und ihn seitdem freundlich grüßt, bemerkt auf einmal auch in seinem eigenen Verhalten eine Veränderung: Der ist ja vielleicht sogar ein halbwegs netter Mensch…

Und wer direkt die Umstände ändert, ändert damit auch seine Haltung. Auch wenn es uns in dem Moment vielleicht nicht bewusst ist. Wer beispielsweise den Job gewechselt hat, wird beim nächsten Arbeitgeber wahrscheinlich bestimmte Dinge anders machen. Er hat gesehen, was beim letzten Mal nicht funktioniert hat und wird diesmal mit einer anderen Haltung herangehen.

Innere Haltung – äußere Umstände: Beide Ansatzpunkte sind gleich gut, gleich einfach, und gleich schwer. Wenn wir uns aber erst einmal dieser beiden Möglichkeiten „Haltung oder Umstände“ bewusst werden, spüren wir, wie viel mehr Einfluss wir auf unser Leben und unsere gute Laune haben. Ein gutes Leben bestimmt sich aus der Beziehung zwischen der eigenen Haltung und den äußeren Umständen. Wenn ich meine Haltung nicht ändern kann oder nicht ändern will, dann ist mein Lebensglück von meinem Verhältnis zu den äußeren Umständen bestimmt. Wenn ich andererseits die äußeren Umstände nicht ändern kann, dann wird mein Lebensglück von meiner inneren Haltung bestimmt.

Es ist immer unsere Wahl. Es ist immer unser Leben.

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