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OUT-OF-THE-BOX
Schaffen Sie vollkommen neue Märkte!


Arm & Hammer: Vom Backpulver zu Haushaltsreinigern und Körperpflegemitteln

Entkommen Sie dem typischen Kopf-an-Kopf Wettbewerb, indem Sie vollkommen neue Märkte schaffen. Mit Leistungsangeboten, die in Ihrer Branche bis dato unüblich waren und Kundensegmenten, die bisher übersehen wurden.

Die herausragende Leistung des Industriezeitalters bestand im Streben nach schrittweiser Verbesserung des Vorhandenen. Und auch heute noch gilt in vielen Unternehmen: die vorsichtige Verbesserung des Altbewährten steht über der Veränderung.

Das Problem: Schrittweiser Zuwachs ist der schlimmste Feind der Innovation. Mit einer Strategie, die auf mehr desselben zielt, werden Sie keine großen Sprünge machen.

Wer clever ist, wählt einen anderen Weg: Arbeitet auch an Verbesserungen – ist gleichzeitig aber bereit, tradierte Produktkonzepte, Prozesse, Strategien und Kundensegmente jeden Tag aufs neue in Frage zu stellen.

Der Querdenkansatz Out-Of-The-Box kann Ihnen dabei helfen, dem Kopf-an-Kopf Wettbewerb zu entkommen. Denn Sie können so einen vollkommen neuen Markt schaffen, indem Sie für neue Kundengruppen innovative Leistungen anbieten.
 

 

IKEA GreenTech – Produzierst Du schon Strom?

Quelle: Business Backstage Report von Förster & Kreuz, Ausgabe 9/2008

Es ist September und das Warten hat ein Ende: Der neue Ikea Katalog ist da! Beim Durchblättern fällt uns auf, dass sich das Sortiment – wie jedes Jahr – kaum geändert hat. Ein bisschen blumige Meterware hier, ein paar knuffige Kindermöbel da. Fazit: Nichts hat uns tief beeindruckt. Nichts ist besonders schön - und außer dem neuen Ektorp-Sessel auch nichts besonders hässlich.

Ikea hat ein Problem: Ikea-Kataloge verführen nicht zum Träumen vom Unerreichbaren. Die Möbel sind real, erschwinglich und einfach nur vernünftig. So wie Baumwollunterhosen. Hinzu kommt: Die Ikea-Klassiker hat nun wirklich jeder zu Hause, die teuren Möbel kauft man jedoch anderswo.

Damit kann Ikea (noch) gut leben – doch arbeiten die Schweden bereits an der Zukunft, die über Möbel weit hinausgeht: Ikea investiert in den nächsten fünf Jahren 50 Mio. Euro in grüne Technologien wie Solarenergie, sparsame Lichttechnik und Wasseraufbereitung.

Die Tochterfirma Ikea GreenTech im südschwedischen Lund soll in drei bis vier Jahren Sonnenkollektoren und Wasserfilter für den Verkauf in Ikea-Märkten produzieren bzw. die Fertigung in etwa fünf bis zehn Partnerfirmen koordinieren.
Sonnenkollektoren sind Produkte, bei denen die Montage 50 Prozent der Gesamtkosten ausmachen, so GreenTech's Managing Director Johan Stenebo.

Hier liegen die Stärken von Ikea. Denn schließlich sind Billy, Ivar & Co. nicht deshalb so erfolgreich, weil sie das Zeug zu echten Designklassikern haben – sondern weil sie funktionell sind und ihr modulares Baukastensystem, ihr platzsparender Transport und die Selbstmontage den Preis drastisch drücken.

Querdenk-Chance

Grüne Technologie als Mitnahmeartikel im Möbelhaus? Das kommt in der Möbelbranche einer mittleren Revolution gleich. Und darum geht es. Innovation bedeutet, etwas zu tun, was die Konkurrenz nicht erwartet. Das ist quasi der Test, den Sie bei jeder neuen Idee machen sollten. Wenn es sich um etwas handelt, bei dem alle Wettbewerber mit den Köpfen nicken und sagen: ‚Oh ja, das macht Sinn’, dann gibt es möglicherweise bereits ein Dutzend Leute, die es so oder so ähnlich längst umsetzen.

 

 

Kärcher - Druck machen und sauber bleiben

Quelle: Business Backstage Report von Förster & Kreuz, Ausgabe 8/2007

"Innovation ist die beste Waffe gegen Billigkopien." Geschäftsführer Hartmut Jenner muss es wissen. Nicht umsonst ist sein Unternehmen, die Alfred Kärcher GmbH & Co. KG, Weltmarktführer in Sachen Sauberkeit: Hochdruckreiniger, Kehr- und Saugmaschinen, Autowaschanlagen und Reinigungsmittel bildeten bisher das Bollwerk gegen Schmutz aller Art. Doch das Unternehmen aus Winnenden bei Stuttgart ist nicht nur Spezialist im Reinigen mit Wasser, sondern auch von Wasser.

Mit Wasseraufbereitungssystemen der Marke "Kärcher Futuretech" spricht das Unternehmen nun ganz neue Zielgruppen an: Menschen in aller Welt, denen zu wenig oder nur verunreinigtes Trinkwasser zur Verfügung steht. Mit den Kärcher Futuretech-Geräten können zwischen 2.400 und 240.000 Liter Wasser pro Tag entkeimt werden. Sogar Salzwasser mit einem Salzgehalt bis zu 45.000 mg/l wird zu reinem Tafelwasser.

Damit hat das Unternehmen die Weichen für die Zukunft gestellt, denn sauberes Trinkwasser ist ein riesiger Markt. Heute leben 2,4 Milliarden Menschen ohne Zugang zu sauberem Trinkwasser, 7 Milliarden sollen es bis zum Jahr 2050 sein. Auch wohlhabende Regionen werden im Zuge von Naturkatastrophen immer öfter auf mobile Filteranlagen angewiesen sein – wie zuletzt bei der Flutkatastrophe in Großbritannien.

Kärcher ist innovativ und sehr erfolgreich: Kärcher hat im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Rekordumsatz von 1,25 Milliarden Euro erzielt und 6 Millionen Geräte verkauft. Das Umsatzwachstum betrug über 13 Prozent. 85 Prozent der Produkte sind jünger als vier Jahre – dieses Innovationstempo lässt selbst Produktpiraten keine Chance!

Querdenk-Chance

Nicht nur Strom ist gelb, sondern auch Sauberkeit. Unter dem Motto "Kärcher reinigt die Welt" werden seit über 20 Jahren Monumente wie die US-Präsidentenköpfe am Mount Rushmore oder den Petersplatz in Rom porentief rein. "Es gibt kein Objekt, das wir gereinigt haben, ohne gleichzeitig eine Innovation herauszuziehen", sagt Kärcher-Chef Jenner. So funktioniert kluges Innovationsmanagement!

Mobile Wasseraufbereitungsgeräte könnten auch hierzulande ähnlich selbstverständlich werden wie Staubsauger oder Rasenmäher. Mit Kärcher Futuretech wurde aus bereits vorhandenem Know-how ein komplett neues Produkt für einen komplett neuen Markt geschaffen – das ist Out-Of-The-Box-Denken!

 

 

LEGO Education Center

Quelle: Business Backstage Report von Förster & Kreuz, Ausgabe 4/2007

Wir alle kennen sie noch, diese kleinen, bunten Lego-Steinchen, mit denen man sich als Kind seine Traumwelten zusammengestöpselt hat. Dann kamen die 90er und neue Konkurrenz durch Atari, Nintendo, PC und Internet. Lego hatte dem nicht wirklich etwas entgegenzusetzen und verzettelte sich stattdessen mit Lizenzen. Plötzlich klebte das Logo ziellos auf Videospielen oder Kinderfahrrädern. Als schließlich "Duplo" ohne Not in "Explore" umgetaufte wurde, war klar: Lego wird immer profaner statt profitabler. Tiefpunkt dieser Entwicklung war ein Verlust von 226 Millionen Euro im Jahr 2004.

Doch dann ging ein Ruck durchs Legoland. Und der Spielleitung im dänischen Billund wurde das Potential, welches die weltbekannte Marke als Bildungsinstrument hat, bewusst: Weg von der Adaption uninspirierter Computerspiele – zurück zu Kombination, Konstruktion und Konzentration! Heute macht Lego mit intelligentem Spielen Schule und hat in Japan, Südkorea, China, Singapur und Australien über 120 so genannte "Lego Education Center" eröffnet. Dort werden Kinder mit speziell für den Unterricht entwickelten Lego-Produkten zu kreativem und problemlösendem Denken angeregt.

Diese Bildungsoffensive zielt auf alle Altersklassen und reicht vom verletzungssicheren "Lego Soft" für Kleinkinder ab 1,5 Jahre über "eLab"-Baukästen mit Windrädern und Solarzellen für Grundschüler bis hin zur "Mindstorms-Serie", mit der Jugendliche die Bewegungen von Lego-Robotern programmieren können. Dabei lernen sie, ihre Ideen in Programmiersprachen zu übersetzen – was spannender und praxisnäher ist als jeder theoretische Schulstoff. Um "Lego Mindstorms" herum haben sich sogar schon Fan-Communities gebildet, die weltweit Programmierwettbewerbe austragen und die Open-Source-Software ständig weiterentwickeln. Mit simplen Bauklötzen "unplugged" hat das nichts mehr zu tun...

Querdenk-Chance

Trotz der Krise war man bei Lego kreativ. Mit den Education Centern als neuem Produkt erschließt das Unternehmen einen völlig neuen Markt – clever und sprichwörtlich Out-Of-The-Box!

Für Nachhilfe und Abendschulen geben ehrgeizige Eltern in Asien bekanntermaßen viel Geld aus. Dass Lego in diesen Ländern gerade ein Education Center nach dem anderen eröffnet, verwundert daher nicht. Der eigentliche Clou ist aber, dass Lego diese Erfolgsstory genau dort schreibt, wo die einst so gefürchtete Konkurrenz in Form von Spielkonsolen oder Tamagotchis herkam! Letzte Woche gab Lego übrigens einen Gewinn von 192 Mio. Euro bekannt.

 

 

Gladiator GarageWorks von Whirlpool

Quelle: Business Backstage Report von Förster & Kreuz, Ausgabe 10/2006

Whirlpool, der weltgrößte Hersteller von Haushaltsgeräten, nimmt sich jetzt das "heimliche Wohnzimmer der Männer" vor: Die Garage. Unter der neuen Marke "Gladiator GarageWorks" entwickelte man ein Aufbewahrungssystem, damit das Leben in der Garage noch Platz sparender, sicherer und schöner wird. Denn, so die Erkenntnis: Die Garage wurde als Lebensraum bisher völlig unterschätzt! Mit Gladiator GarageWorks räumt Whirlpool nun sprichwörtlich auf: Die neue Produktlinie schafft einen neuen Markt mit neuen Kunden – perfektes Out-Of-The-Box!

In nur einem Jahr hat Whirlpool die Umsätze aus Innovationen verdreifacht. Bis Ende 2006 wird das Unternehmen die Umsätze aus Innovationen verfünffacht haben! Das Geheimnis von Whirlpools Innovationsoffensive basiert auf vier Schritten:

1. Produktverbesserungen:
So schenkte man beispielsweise dem 99 Dollar Waffeleisen besondere Aufmerksamkeit und machte eine Designikone daraus: Heute verkauft man diese Dinger für 399 Dollar. Und das so schnell, dass man mit der Produktion kaum nachkommt.

2. Vermarktbare Innovationen:
Hier geht es nicht um verbesserte Produkte, sondern um neuartige Produkteigenschaften oder Serviceangebote, die so auf dem Markt noch nicht existieren. Beispielsweise den Service, dass Whirlpool Hausbesuche macht, um sicher zu stellen, dass die Produkte perfekt funktionieren.

3. Neue Produkte:

Das heißt, Lösungen für bisher unbefriedigte Kundenbedürfnisse bieten. So entwickelte man mit dem Fabric-Freshener: Eine mobile Textilreinigung für zu Hause.

4. Neue Geschäftsfelder:
Hierunter fällt das oben beschriebene Geschäftsfeld "Gladiators GarageWorks", mit dem Whirlpool einen vollkommen neuen Markt erobert.

 

 

Fred Butler - Reinigungskette der Linde AG

Quelle: Business Backstage Report von Förster & Kreuz, Ausgabe 8/2006

Wer in Aktien der Linde AG investiert, will langfristig auf der sicheren Seite sein. Ohne Überraschungen. Das Image des Industriegasherstellers ist solide, aber auch ein bisschen langweilig. Konzernchef Wolfgang Reitzle schafft es als Ehemann von "Alles wird gut"-Moderatorin Nina Ruge immer mal wieder in die Boulevardpresse - aber das macht ihn noch lange nicht zum bunten Vogel oder Querdenker.

Mit Querdenken hat aber ein neues Geschäftsfeld von Linde zu tun. Die Ursprungsidee dafür leitet sich aus der Erkenntnis ab, dass sich flüssiges Kohlendioxid, ein "Abfallprodukt" aus der Industriegasproduktion, bestens zur Reinigung von Textilien eignet: Es ist schonender für Kleidung, Umwelt und Gesundheit als das herkömmliche Waschmittel Perchloretylen. Die Idee zur Reinigungskette "Fred Butler®" war geboren!

Neben den Pilotfilialen in Frankfurt und Wiesbaden gibt es die Marke mit dem Pinguin bereits in Dänemark, Schweden und den Niederlanden. Doch Linde macht keine halben Sachen: Ziel sind ein Viertel des 4 Milliarden Euro schweren europäischen Reinigungsmarktes.

Und Fred Butler bietet hierzu auch mehr, als die klassische Reinigung: Neben den speziellen Fred Butler Shops, wird es Annahmestellen in Einkaufszentren geben, einen Büroservice mit Hol- und Bringdienst und spezielle Angebote für Key Accounts, bei denen im täglichen Einsatz Uniformen verwendet werden, wie z. B. Fluggesellschaften, Hotels und Transportunternehmen.

Franchise spart dabei Kosten: Mit 10 Mio. investierten Euro hält sich das finanzielle Risiko bislang in Grenzen. Von Burger King wurde ein Franchise Experte abgeworben, der die flächendeckende Fleckenbeseitigung auf dem stark fragmentierten Markt vorantreiben soll. Bewerber um Lizenzen stehen Schlange.

Der Aufbau von Fred Butler als "wichtiges Standbein" des Konzerns fällt in eine Phase, in der Sparten wie Kältetechnik oder Gabelstapler abgestoßen werden. Innovation bei gleichzeitiger Konzentration aufs Kerngeschäft – damit sorgt Linde für eine positive Überraschung!


Querdenk-Chance


Linde hat unter Einbeziehung seiner Kernkompetenz einen vollkommen neuen Markt erobert. Bis jetzt beschränkte man sich auf die Zielgruppe der B2B-Kunden. Im Sinne einer Vorwärts-Integration geht Linde nun einen Schritt weiter: Zu den Kunden gehören nun auch Leute wie Du & Ich, die ihre Schmutzwäsche zu Fred Butler bringen. Damit geht die Rechnung auf: Neues Leistungsangebot + Neue Kunden = Out-Of-The-Box!

 

 

Ethel's Chocolate Lounge

Quelle: Business Backstage Report von Förster & Kreuz, Ausgabe 6/2006

Der Süßwarengigant Mars Inc. stand vor einem Problem: Der amerikanische Markt für kakaohaltige Massenware wuchs in den letzten fünf Jahren nur noch um magere 3 Prozent. Immer weniger Kunden wollen die bunten M&M's oder die süßen Mars-Riegel. Im selben Zeitraum stieg jedoch der Verkauf von Edelschokoladen und Pralinen um 20 Prozent, vor allem in trendigen Caféhäusern und Confiserien.

Wohin die Reise gehen sollte, war damit klar: Unter dem Namen "Ethel's Chocolate Lounge" eröffnete Mars im Großraum Chicago gemütliche Schokosalons. Mit ausgefallenen Produkten wie Mojito-Pralinen und angenehmer Wohlfühl-Atmosphäre will man so die Kunden zurückgewinnen. "Ethel's is about maximizing the chocolate experience", so John Haugh, Präsident der Abteilung Gourmetschokolade.

Querdenk-Chance

Mars schließt mit Ethel's eine süße Marktlücke. Die Marke spricht ein Publikum an, das mehr Wert auf Genuss und Ambiente legt, als auf Kalorien.

Mars hat mit diesem Konzept sehr clever neue Kunden angesprochen. Der anstehende landesweite Roll-Out der Ethel's Filialen spricht für den Erfolg dieser Out-Of-The-Box Strategie.

 

 

Cirque Du Soleil

Quelle: Business Backstage Report von Förster & Kreuz, Ausgabe 2/2006

Der wohl bekannteste kanadische Kulturexport startete 1984 als Gruppe von Feuerschluckern im kanadischen Quebec und ist heute eine globale Entertainment-Maschine mit einem Umsatz von 600 Mio. Dollar. Und das in einer rezessionsgeplagten Branche, in der alle über sinkende Nachfrage und hohe Preissensitivität der Zuschauer jammern.

Der Cirque du Soleil hat den Begriff "Zirkus" neu definiert. Um das Angebot zu beschreiben, taugt der Genrebegriff eben so wenig als würde man die Rolling Stones als flotte Tanzkapelle kategorisieren. Durch eine Kombination aus Tanz, Theater und Akrobatik entstand ein ganz neues Geschäftsmodell, mit dem ein erwachsenes und zahlungsfreudiges Publikum angesprochen wird. Vorbildliches Out-Of-The-Box Denken!

Der eigentliche Coup des Unternehmens lautet Multiplikation. Jede Show wird von mehreren Ensembles gleichzeitig einstudiert, die anschließend auf Tournee gehen. Für die Rekrutierung der Ensembles reisen zwanzig Castingagenten permanent um die Welt. Da gehören dann olympische Goldmedaillengewinner wie der aserbaidschanische Bogenschütze aus der Show "O" genauso dazu, wie das Schlangenmädchen aus dem indischen Bauernzirkus. Aber trotz einer perfekten Ausbildung verlangt der Cirque vor allem Ausdruck und Spontaneität. Wer nicht unabhängig denken kann, fliegt raus, statt durch die Lüfte.

Die direkte Folge der weltweiten Multiplikation der Shows: Eine globale Marke entsteht (laut Interbrand auf Platz 22 und damit bekannter als Disney) und gleichzeitig sinken die Kosten.

Dennoch geht Einfallsreichtum vor Profit, denn 70 % der Einnahmen (!) fließen wieder in neue Projekte. Daniel Lamarre, President des Cirque: "Unsere Marke bedeutet Kreativität, und das dürfen wir nicht vernachlässigen."

Und so lassen sich die Zuschauer in Tourneezelten und ausverkauften Dauerarrangements in Las Vegas oder Tokio in emotionale Traumwelten entführen und blättern dafür gerne bis zu 150 Euro hin.

Querdenk-Chance

Dem Cirque du Soleil ist es gelungen, Zuschauer, die der antiquierten Zirkusbranche davonliefen, wieder zu verzaubern. Das Rezept: Reizüberflutung in Perfektion, die mit jedem Hollywoodfilm locker mithalten kann.

"Wir lieben das Risiko. Es ist ein Teil von uns. Jedes Mal, wenn wir in eine angenehme Phase kommen, versuchen wir etwas Neues." so Präsident Lamarre. "Bequemes Zurücklehnen kann in unserer Branche sehr, sehr gefährlich sein."

Man muss sich selbst ständig neu erfinden, um nicht eines Tages in den Wettbewerb mit Nachahmern treten zu müssen. Das erfordert Mut und Out-Of-The-Box-Denken!

 

 

1-Touch-Connect

Quelle: Business Backstage Report von Förster & Kreuz, Ausgabe 8/2005

In den kommenden drei Jahren könnten die Preise fürs mobile Telefonieren drastisch sinken. Wie das Marktforschungsinstitut Gartner prophezeit, sind Preissenkungen von etwa 20 Prozent pro Jahr mittlerweile realistisch – ein klares Zeichen für Marktsättigung! Die Strategie, die geschrumpften Tarifmodelle mit Zusatzdiensten wie das Herunterladen von Klingeltönen oder das Versenden von Bildern wieder hereinzuholen, kompensiert nur bedingt den Preisverfall. Und die Anbieter zeigen sich wenig kreativ: mit Versprechen wie "1 Cent von Netz zu Netz & ohne Grundgebühr" wird mit allen Mitteln um die telefonierende Kundschaft gekämpft.

Wie entkommt man also dieser Abwärtsspirale? Das Beispiel von "1 TouchConnect", einem Angebot des amerikanischen Unternehmens TelePlus Inc., zeigt, wie man aus bekannten Zutaten – Handys und Mobilfunknetz – ein neues, innovatives Serviceangebot entwickeln kann und damit eine interessante Zielgruppe konsequent erschließen kann, nämlich Geschäfts- und Privatreisende.

1 TouchConnect gelingt dieses mit günstigen weltweiten Telefontarifen und innovativen Diensten, die ganz auf die Bedürfnisse von Reisenden zugeschnitten sind. Zu diesen Diensten zählen Live Übersetzungen, Reiseinfos, Alltags- und Notfallhilfen. In über 100 Sprachen und rund um die Uhr verfügbar.

Und so funktioniert es: Ein Knopfdruck auf dem Handy und der Kunde, der beispielsweise gerade in Kiew unterwegs ist und kein Ukrainisch spricht, wird mit einem Serviceagenten verbunden, der die Muttersprache des Kunden spricht und diesem bei der Verständigung eines Notfalldienstes, dem Auffinden eines Arztes, der Buchung eines Übersetzers, der Reservierung eines last-minute Babysitters oder der Buchung einer Tischreservierung im Restaurant in der fremden Stadt behilflich ist. "We're an international company, so we understand the traveler's dream of communicating with anyone anywhere" so Claude Buchert von der TelePlus Group.

Wie der Kunde diesen Dienst in Anspruch nehmen kann: Er bestellt das 1 Touch Connect-Handy online und bekommt es in wenigen Tagen nach Hause, zum Flughafen oder ins Hotel am Zielort geliefert. Auch Reisebüros, Autovermietungen und Hotels bieten diese praktischen Helferlein an.

Schon wenige Minuten nach der Anmeldung kann man die Dienste in Anspruch nehmen. Ohne Ausleih- oder Grundgebühr, Kaution oder Vertragsbindung. Man zahlt nur die Gesprächsminuten und lädt das Guthaben per Kreditkarte ebenfalls nur einem "Touch" automatisch wieder auf.

Ein Monat sind die Geräte kostenlos ausleihbar, danach kann man sie zurückgeben, portofrei mit der Post zurückschicken oder, falls man länger oder regelmäßig unterwegs ist, für moderate 75 Dollar ganz kaufen. Das Ziel: "Wir wollen, dass unsere Kunden 1TouchConnect als ihren ständigen Begleiter im Ausland betrachten."

Querdenk-Chance

Konzentrieren SIE sich nicht nur auf den vorhandenen Markt, sondern auch auf den gesamten möglichen Markt. Und dazu müssen SIE mit wachen Sinnen durch die Welt gehen: Schauen SIE sich aufmerksam um und hören Sie zu – denn so erfahren Sie von den wertvollen Anregungen der Kunden, der Mitarbeiter und der Marktpartner.

Und noch etwas: Experimentieren Sie und arbeiten sie laufend daran, Ihre Produkte neu zu erfinden, indem Sie sich fragen: "Was werden unsere Kunden kaufen?", "Wie können wir unser Geschäftsfeld erweitern?" und "Für wen können wir Produkte und Services liefern?"

 

 

Karla von der Karlsberg Brauerei

Quelle: Business Backstage Report von Förster & Kreuz, Ausgabe 6/2005

Bier gibt es bereits in jeder erdenklichen Art und Geschmacksrichtung: Lagerbier, Altbier, Diätbier, Weizenbier, Rauchbier, alkoholarmes Bier, Biermischgetränke mit Cola oder Pfirsich, Cassis, Kirsche oder Zitrone, Himbeere oder Waldmeister… Wo ist da noch Platz für Innovationen? Und wie kann man sich mit neuen Produkten vom harten Wettbewerb auf dem Brauereimarkt zumindest ein Stück abgrenzen?

Wie das geht, zeigt die Homburger Karlsberg-Brauerei: Als erste Brauerei der Welt verkauft sie Bier in der Apotheke. Die Marke "Karla" wurde eigens für den Apothekenvertrieb entwickelt.

"Als reines Naturprodukt – geschützt durch das deutsche Reinheitsgebot – bietet deutsches Bier einen hervorragenden Grundstoff für ein Gesundheitsgetränk", sagt Dr. Richard Weber, Geschäftsführender Gesellschafter der Karlsberg Brauerei.

Die neue Marke wurde unter Anleitung des Karlsberg Institute of Bioscience, einem Unternehmen des Karlsberg Verbunds, entwickelt. Hier arbeiten Wissenschaftler, Brauer und Apotheker zusammen. Als Partner konnte Karlsberg den Apothekenverbund "1A-Gesund" gewinnen.

Die beiden Sorten "Karla balance" und "Karla well be" zeichnen sich durch einen Alkoholgehalt von nur 1,0 Volumenprozent aus und sind zudem reich an Nährstoffen und Vitaminen. Mit der Platzierung in der Apotheke setzt Karlsberg auf eine eindeutige Differenzierung von unspezifischer Wellness-Interpretation.

Manuel Meissner, Sprecher des Apothekenverbundes: "Der Grundgedanke, Wirkstoffe aus der Apotheke mit dem guten Geschmack von Karlsberg zu verbinden, ist bei allen Beteiligten auf große Zustimmung gestoßen. Man möchte sich, seinem Körper und seinem Geist Gutes tun und da darf der Genuss nicht zu kurz kommen." Dabei setzt das Gesundheitsgetränk bewusst auf guten Geschmack. Getreu dem Motto: Was gut ist, darf auch gut schmecken. Das Produkt wurde speziell für aktive Menschen mittleren Alters entwickelt. Also jene, die sich ihre Gesundheit auch gern etwas kosten lassen.

Das Marktpotenzial ist erheblich: Über 21.500 Apotheken können national für das neue Wellness-Getränk KARLA erschlossen werden.

Querdenk-Chance

Der Karlsberg Brauerei ist es gelungen, auf einem Markt, der mit Neuerungen förmlich überschwemmt wird, mit einer interessanten Innovation auf sich aufmerksam zu machen.

Weitere interessante Aspekte: Eine neue einkommensstarke Zielgruppe wird angesprochen und ein neuer Vertriebsweg gewählt. Somit entspricht die Produktinnovation samt Zuwachs an Käufern dem Out-Of-The-Box-Prinzip: Innovative Leistungen für neue Kunden!

 

 

Alpha D'lish

Quelle: Business Backstage Report von Förster & Kreuz

Seitdem immer mehr Airlines bei Service und Bordverpflegung sparen, fallen die Malzeiten im Flugzeug immer spärlicher aus. Statt eines Menüs gibt es heute bei vielen Airlines nur noch Bezahl-Snacks.

Doch nicht jeder, der billig fliegt, will auch so essen. Im Gegenteil: Preisbewusstsein auf der einen Seite, Qualitätsbewusstsein und Freude am Genuss auf der anderen Seite sind Charakterzüge der heutigen Lifestyle-Gesellschaft.

Die First Mover in der Catering-Branche haben Out-Of-The-Box gedacht, diese Bedürfnisse erkannt und bieten Passagieren nun individuelles Catering in höchster Qualität an. So wurde aus einer Marktlücke heraus ein neuer Markt geschaffen.

Das System: Der Fluggast ordert einige Stunden vor dem Abflug online sein Wunschgericht und dieses wird ihm im Flieger serviert. Zum Beispiel von Alpha D’lish, das Fluggäste von Virgin Express und MyTravel Lite verwöhnt. Die Auswahl ist verführerisch und reicht vom Cafe Extreme mit Lachs-Ciabatta und belgischer Schokotorte bis zum orientalischen Verwöhnmenü mit Sushi und thailändischen Spezialitäten.

Neben Caterern mit langjähriger Erfahrung in Sachen Airline-Verpflegung drängen auch andere Anbieter in diesen interessanten Markt: So liefern die Ritz-Carlton-Hotels mit ihrem "Flight Bites"-Programm ihren Gästen auch im Flugzeug exzellentes Essen – vom Frühstück bis zum opulenten Menü, zu Preisen zwischen 12 und 25 US-Dollar und mehr. Die Qualität übersteigt jene des herkömmlichen Business-Class-Menüs, die Kosten trägt der Fluggast und die Logistik belastet nicht das Budget der Airline. So sind alle Beteiligten Gewinner: Voila!

 

 

Arm & Hammer

Quelle: Business Backstage Report von Förster & Kreuz

Das amerikanische Unternehmen Arm & Hammer stellt Backpulver her; kein Geschäft, mit dem man viel bewegen kann. Aus diesem Grund stellte sich das Unternehmen die folgende Frage: Was kann Backpulver eigentlich noch? Und siehe da, Backpulver ist ein natürliches Produkt mit hervorragenden Reinigungseigenschaften. Es ist aber auch ein guter Geruchskiller und ist zudem hautfreundlich...

Arm & Hammer hat diese Eigenschaften des Backpulvers als Grundlage für die Entwicklung einer ganzen Reihe neuer Produkte genutzt. Heute ist es ein sehr erfolgreiches Unternehmen, das zu den führenden Herstellern von Haushaltsreinigern, Körperpflege- und Reinigungsmitteln, Zahnpasten, Geruchskillern und natürlich auch Backpulver zählt.

Ein cleveres Beispiel für den Denkansatz Out-Of-The-Box: Frei nach dem Motto "es gibt keine stagnierenden Märkte, sondern nur stagnierende Manager" hat Arm & Hammer vollkommen neue Märkte für vollkommen neue Kunden geschaffen - und das mit großem Erfolg.

Querdenk-Chance

Sind Sie in einem wachstumsschwachen Markt tätig, der täglich härter umkämpft wird? Der Querdenk-Ansatz Out-Of-The-Box hilft Ihnen neue Märkte zu erobern und dem unerfreulichen Kopf-an-Kopf Wettbewerb, bei dem es meist um nichts anderes als den niedrigsten Preise geht, zu entkommen.

Fragen Sie sich selbst, wie Sie aus den Konventionen und ungeschriebenen Gesetzen, die in Ihrer Branche blind akzeptiert werden, ausbrechen können.

Wenn könnten Sie als neue Kundengruppe gewinnen? Was wäre ein in Ihrer Branche unübliches Leistungsangebot, mit dem Sie Ihre bestehenden Kunden begeistern und Ihre Wettbewerber verblüffen könnten? Was würde passieren, wenn Sie die traditionellen Grenzen Ihrer Branche überschreiten würden und einen komplett neuen Markt schaffen würden? Denken Sie an Arm & Hammer!

 

Förster & Kreuz sind Management-Vordenker einer neuen Generation.
Leidenschaftlich, kämpferisch und erfrischend bringen sie Führungskräfte und ihre Teams dazu, sich aus Denkschablonen zu befreien, Scheuklappen abzulegen und ausgetretene Pfade zu verlassen.