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UNDERGROUND INNOVATION
Sorgen Sie für tiefgreifende Innovationen im Untergrund

Underground Innovationen spielen sich
nicht an der Oberfläche ab, sondern dort, wo der Kunde nicht
hinschauen kann: Im Untergrund.
Genau das hat zum Beispiel die Disney Freizeitparks in den 60er
und 70er Jahren so unglaublich erfolgreich gemacht: Die Disney
Welten mit all ihrer zelebrierten Fantasie und Magie waren ein
brandneues Konzept, das Millionen von Besuchern verzaubert hat.
Aber damit der Zauber an der Oberfläche seine Wirkung erzielen
konnte, war eine Menge an Hexerei im Untergrund nötig. Ob
Kostüme oder Requisiten, Instandhaltung oder Wäscherei, all das
wurde äußerst effizient gemanagt mit nur einem Ziel: Niedrigste
Kosten unter der Oberfläche und größtmögliche Begeisterung
darüber. Von der Innovationskraft, die Disney in die Vorgänge im
Untergrund steckte, können Querdenker noch heute einiges lernen!
Der verborgene Untergrund, also das, was man von einem
Unternehmen nicht sieht, ist wie das Wurzelwerk eines Baumes: Es
sorgt dafür, dass die Geschäfte sprichwörtlich blühen. Alle
Vorgänge im Untergrund haben einen entscheidenden Einfluss auf
die sicht- und erlebbare Performance eines Unternehmens. Bei
einem Baum ist es genauso: Das, was man nicht sieht, spiegelt
sich über der Erdoberfläche wider. Mit tiefgreifenden
Innovationen im Untergrund schaffen clevere Querdenker ihren
Kunden einen echten Mehrwert und heben sich mit Leichtigkeit vom
Rest der Masse ab.
Querdenk-Update
YOTEL
(Beratungsletter 5/2007)
"Ich liebe Hotels. Aber wer fühlt sich bei einem Preis von 300
Pfund pro Nacht nicht übers Ohr gehauen?" klagt Ex-Roadie Simon Woodroffe aus
London. Aber auch mit den Billighotels hat er seine Probleme:
Die japanischen Kapselhotels oder die französische
Billighotelkette "Formule 1" findet er einfach nur grauenhaft:
Der Gast nächtigt in einer ungemütlichen Wohnschachtel ohne
Fernseher und Bilder an den Wänden (was wahrscheinlich auch
besser so ist). Nun startet Woodroffe mit einem eigenen
Hotelkonzept namens "Yotel". Sein Versprechen: es wird alles
anders, weil billiger und besser. Es handelt sich um ein neues
Hotelkonzept mit Zimmern, die sich "First Class" anfühlen,
aber trotzdem preiswert sind.
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Die Architektur der Zimmer ist eine bis ins kleinste
Detail durchdachte Underground Innovation, deren
Wohlfühl-Wirkung der Gast vor allem unbewusst wahrnimmt.
Gleichzeitig zielt das Yotelkonzept darauf ab, die Kosten für
den laufenden Hotelbetrieb clever zu reduzieren. So gehen die
Fenster nicht zur Straße oder zum Innenhof, sondern zum Flur.
Damit man sich trotzdem nicht eingeschlossen fühlt, leitet ein
ausgeklügeltes Lichtkonzept Tageslicht von oben ins
Gebäudeinnere. Mit diesem Trick können Yotels praktisch in
jeder Immobilie eröffnet werden, was wiederum in Metropolen
wie London irrsinnig viel Geld spart: "Wir können Yotels
unterirdisch einbauen, in Parkhäuser, Bahnhöfe oder
Flughäfen", so die Betreiber.
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Bei der Einrichtung der gut 9 Quadratmeter kleinen Zimmern
wurde nicht gespart: Vom Flachbildschirm bis zur
Monsundusche ist alles da, die Materialien sind gediegen.
Dafür spart Yotel unter anderem an den Reinigungskosten:
"Unsere Untersuchungen ergaben, dass Menschen in kleinen
Räumen sehr viel ordentlicher sind als in großen Räumen. Ein
herkömmliches Hotelzimmer gründlich zu reinigen dauert deshalb
eine gute halbe Stunde – unsere pflegeleichten Zimmer nur zehn
Minuten."
Und jetzt der Preis: Für ein 4-Sterne-Hotel in London sind 55
Pfund (etwa 80 Euro) ein Schnäppchen. Und wer nur auf der
Durchreise ist, kann Yotel auch nur für vier Stunden für
umgerechnet etwa 35 Euro nutzen. Nach viel versprechenden
Testreihen eröffnet das erste Yotel diesen Monat am Flughafen
Gatwick. Weitere Standorte folgen – und wir sind schon
gespannt, wo!
Querdenk-Chance
Bei Underground Innovationen geht es um clevere Neuerungen
hinter den Kulissen, von denen der Kunde nichts merkt – und
dennoch begeistert ist. Sollte sich das Yotel-Konzept
erfolgreich etablieren, werden die Wettbewerber reagieren
müssen. Und das wird aufgrund der im 4-Sterne-Segment üblichen
Kostenstrukturen nicht einfach sein. Und noch etwas: Yotel ist mit dem
Anspruch angetreten, etwas zu realisieren, was zunächst
widersprüchlich klingt: Nämlich ein Angebot radikal zu
verbilligen, ohne dass der Kunde auf Qualität verzichten muss.
Wenn es bei Yotel funktioniert, dann höchstwahrscheinlich auch
bei Ihnen!
Querdenk-Update
Two-Buck-Chuck
(Beratungsletter 2/2007)
Die Leute stehen auf "Charles Shaw". Es handelt sich dabei
nicht um einen attraktiven Schauspieler aus einer neuen
amerikanischen Kultserie, sondern um eine
Weinmarke der kalifornischen Bronco Wine
Company. Den Kunden schmeckt der Tropfen ausgezeichnet, der
Konkurrenz aber gar nicht – beiden aus demselben Grund:
Dieser Wein bietet ein nie da gewesenes
Preis-Leistungs-Verhältnis: der bereits mehrfach prämierte
Wein kostet nur 1,99 Dollar pro Flasche!
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Warum aber nun Underground Innovation? Nun, die Innovation ist
für den Kunden auf den ersten Blick nicht erkennbar – schon
gar nicht in den Regalen der Trader
Joe’s-Ladenkette, die den Two-Buck-Chuck (Zwei-Dollar-Charles)
exklusiv vertreibt. Dort machen die Weinflaschen mit
edlem Etikett und echtem Kork zwar eine gute Figur, aber das
allein reicht nicht, um sich bei Blindverkostungen gegen
tausende, vermeintlich "edlere" Konkurrenztropfen durchzusetzen: Bei der 28. Annual International Eastern Wine
Competition gewann der 2002er Two-Buck-Shiraz zwei
Goldmedaillen!
Es sind die Anstrengungen, von denen der Kunde nichts ahnt,
wenn er die Flasche entkorkt, die ihn aber dennoch begeistern. Um
diese Wirkung zu erzielen wird der Herstellungsprozess Schritt
für Schritt unter die Lupe genommen und jedes Detail auf den
optimalen Beitrag zur Zielerreichung abgeklopft. Es geht CEO Fred Franzia
darum, gute Qualität so kostengünstig wie möglich zu produzieren. Im
Endergebnis ist die Bronco Wine Company nicht irgendein
Billiganbieter innerhalb der Branche, sondern sie
revolutioniert die Branche und ihr traditionelles
Geschäftsmodell!
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"Ich verbringe wahrscheinlich mehr Zeit mit dem Einkauf von
Kork als mit irgendwas sonst", so der Geschäftsführer in
dritter Familiengeneration. Ein Cent hier, einer dort; und
schon sind 750.000 USD pro Jahr gespart. Selbst die Anbaufläche
ist unter Kostengesichtspunkten optimiert: die Anbauflächen von Bronco
messen nicht ¼ Meile in der Länge, wie
sonst in Kalifornien üblich, sondern 3
Meilen. Das führt dazu, dass die Traktoren seltener wenden
müssen, was wiederum Zeit
und Sprit spart und die Bereifung schont. LKWs fahren die
Ernte dann nach strengem Fahrplan, Nonstop und Just-In-Time
zur Weiterverarbeitung. Und weil die Ernteprozesse so minutiös
durchgeplant sind, können die Trauben länger am Rebstock
reifen – nicht unwichtig für den guten Geschmack! Jetzt aber
Achtung: Aus Restbeständen der US-Army hat Franzia
Treibstofftanks von Interkontinentalraketen gekauft, um sie
zur Herstellung von Champagner zu nutzen – in die Dinger
passen fast 300 Millionen Liter! Und so geht es immer
weiter...
Querdenk-Chance
Die Bronco Wine Company ist der am
schnellsten wachsende Weinproduzent in Kalifornien. Mit einer
untergründigen Effizienzkur ist es dem Unternehmen gelungen,
auf der Oberfläche mit unschlagbaren Preisen und prämierter
Qualität zu überraschen! Die Konkurrenz zieht den Hut und
Restaurants geben ihren Widerstand – auch gegen die eigenen
Gäste – auf und bieten einen Premiumwein von Bronco für 10
Bucks an. Mehr ist nicht drin: "Es gibt keinen Wein weit und
breit, der mehr als 10 Dollar Wert ist", so Fred Franzia,
Weinkenner und Underground Innovator.
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