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RE-CHANNELING
Un
konventionelle Wege zum Kunden als Autobahn zum Erfolg!

Innovationen müssen nicht immer nur das Produkt oder die Dienstleistung betreffen. Auch die Art und Weise, wie – wo – und wann - Ihr Leistungsangebot den Kunden erreicht, kann nachhaltigen Kundenwert schaffen und Ihr Angebot absolut einzigartig positionieren: Re-Channeling!

Re-Channeling heißt die Vertriebsstrategie auf den Prüfstand zu stellen und über neue, clevere und ungewöhnliche Absatzkanäle (= Channel) nachzudenken.

Stagnierende Umsätze, intensiver Wettbewerb, schonungslose Markttransparenz und das gestiegene Kundenselbstbewusstsein sind nur einige Gründe, weshalb Re-Channeling Sie zurück auf die Autobahn zum Erfolg bringen kann.

Ihre Chance

Re-Channeling Tipp: Stellen Sie verstaubte, traditionelle und branchenübliche Vertriebswege in Frage – und zwar radikal. Per 360-Grad-Blick lässt sich auch wunderbar mit Ideen aus verschiedenen Branchen spielen. Wie machen die das – was würde passieren, wenn ich das in unserer Branche so machen würde?

 

Querdenk-Update

Megastudy – Vom Nachhilfelehrer zum Multimillionär (Beratungsletter 12/2007)

Wer ihn schafft, kommt in den "Himmel": Über eine halbe Million Schulabgänger unterzieht sich in Südkorea jährlich dem College Scholastic Ability Test (CSAT), ein knochenharter Einstufungstest für Universitätsanwärter. Das ganze Land steht an diesem Tag still. Auf den Straßen ist das Hupen verboten und sogar der Flugverkehr wird eingeschränkt.

Die besten Prüflinge schaffen es auf eine der drei Eliteuniversitäten: Seoul National University, Korea University oder Yonsei University, abgekürzt: "SKY". Doch das Aussiebeverfahren bestimmt nicht nur die Karriere. SKY-Absolventen sind auch bei der Job- oder Ehepartnersuche erste Wahl. Ehrgeizige Eltern stecken ihre Kinder deshalb in Nachhilfeschulen, so genannte "Hagwon", wo Wissenslücken gestopft werden – oftmals bis nach Mitternacht. Dafür fallen für die Eltern Kosten von ungerechnet bis zu 1.000 Euro pro Fach und Monat an. Ein gut 10-Milliarden-Euro-Markt, den sich knapp 30.000 Anbieter teilen.

Das meiste Geld mit der jungen Kundschaft macht jedoch der Anbieter "Megastudy", ein Pionier in Sachen Online-Unterricht. Schüler müssen nicht mehr stundenlange Anfahrten in Kauf nehmen, sondern können bequem von zu Hause aus lernen. Die professionellen und kurzweiligen Lehr-Videos lassen sich ganz einfach von der Website auf den PC oder das Handy herunterladen. Der Vorteil: Schüler können sich viel gezielter nur mit dem Schulstoff versorgen, den sie brauchen und die Inhalte so oft wiederholen bis sie sitzen. Das ist effektiver und spart Geld.

1,5 Millionen Schüler nutzen dieses Angebot bereits. Sie kaufen Lektionen für durchschnittlich 610 Euro pro Monat. Und das summiert sich. Mit den Einnahmen kann Megastudy-Gründer Son Joo-eun, selbst zuvor 14 Jahre lang als Nachhilfelehrer tätig, die besten und beliebtesten Lehrkräfte beschäftigen. Sie erhalten erfolgsabhängige 23 Prozent vom Umsatz ihrer Online-Kurse. Manche von ihnen werden wie Stars umjubelt und sind heute Millionäre!

Querdenk-Chance

Neue Vertriebswege für altbekannte Dienstleistungen - darin liegt der Erfolg von Son Joo-eun's Idee. Dazu hat er das Branchendogma (Nachhilfe funktioniert nur Face-to-Face) auf den Prüfstand gestellt und über neue, clevere und ungewöhnliche Absatzkanäle nachgedacht.

Und genau das ist die Frage: Gibt es auch in Ihrer Branche ein ungeschriebenes Gesetz, über welche Vertriebskanäle Ihr Leistungsangebot verkauft wird? Wenn JA, folgt Frage Nr. 2: Ist unsere Überzeugung in Punkto gewählte Vertriebswege tatsächlich allgemein gültig? Oder gibt es Gegenbeispiele? Wenn ja, was können wir von ihnen lernen? Die Antworten auf diese Fragen haben Signalwirkung, nämlich traditionelle Branchendogmen klug in Frage zu stellen – und zwar radikal.
 

 

Querdenk-Update

Metropolitan Opera New York (Beratungsletter 5/2007)

Klassische Musik hat seit Jahren mit Hörerschwund zu kämpfen. Nun versucht die Klassikbranche diesem Trend mit kreativen Ideen entgegenzutreten: Das London Symphony Orchestra hat eine Klassik-CD für Babys und Kleinkinder herausgebracht, um sie schon früh auf die richtige Tonspur zu setzen. Der Hörbuch-Bestseller "99 x Klassik" setzt eher auf Autofahrer und Hausfrauen. Goldkehlchen Anna Netrebko setzt ihre Werbewirkung für die Generation iPod gekonnt in Szene. Und die Süddeutsche Zeitung setzte dem gefürchteten Berufskritiker Wolfgang Kaiser ein Denkmal. Die "Klavier Kaiser" Compilation dürfte sich auch zahlreich an solche Leser verkauft haben, denen der Sportteil der SZ schon kulturlastig genug erscheint.

Und jetzt die altehrwürdige New Yorker Metropolitan Opera. Um ihre Reichweite über die traditionellen Fanzirkel hinaus zu erweitern, sendet die "Met" seit kurzem auf allen Kanälen: Via Breitband werden Konzerte und Opernaufführungen als Live Webcast in Echtzeit und hervorragender Qualität auf den heimischen PC sowie in ausgewählte Kinosäle zwischen East- und Westcoast übertragen.

Das ist neu – aber ist es ein Verbrechen, sich Bruckners Siebte bei Coke und Popcorn im Kino reinzuziehen? Zu Hause kann man das sogar in Schlafanzug und Pantoffeln tun und sich die Met auf ihrem eigenen Kanal beim "Sirius Satellite Radio" anhören. 24 Stunden am Tag, an 7 Tagen pro Woche. Klassikherz, was willst Du mehr? Nun ja, vielleicht doch mal eine Eintrittskarte ergattern, um die Atmosphäre im Lincoln Center live zu erleben...

Querdenk-Chance

Für die Klassische Musik ist es eine echte Herausforderung, neue Hörerkreise zu erschließen. Schnell fühlt sich das eingeschworene Stammklientel verstoßen und prophezeit den Untergang des Abendlandes, wenn nicht sogar schlimmeres. Sollte diese Prognose tatsächlich eintreten, und die Zukunft der klassischen Musik so düster sein wie die derzeitige Inszenierung von Wagners Parsifal in Wien, dann sollte allen Klassikfans so viel wie möglich daran gelegen sein, Menschen mit den höheren Weihen der E-Musik zu segnen. Die New Yorker Metropolitan Opera ist sich jedenfalls nicht zu schade, auf den gleichen Kanälen zu funken wie gehypte Castingbands oder Deutschlands angebliche Superstars.

 

 

Querdenk-Update

Minox (Beratungsletter 9/2006)

Berühmt wurde Minox, der Kamerahersteller aus Wetzlar, mit einer Legende: die Riga Minox, benannt nach dem Herstellungsort, ist so winzig, dass sie angeblich sogar beim Geheimdienst verwendet wurde. Nachdem sie der Kino-Agent James Bond benutzte, wurde sie weltbekannt. 1988 war Minox dann pleite. Wie viele andere aus der Branche hatte man die Konkurrenz aus Asien und das digitale Zeitalter verschlafen.

Dank cleverem Re-Channeling schreibt Minox heute aber wieder tiefschwarze Zahlen. Man meidet Discounter und auch in den Schaufenstern des krisengeschüttelten Fachhandels findet man sie eher selten. Minox wird dort verkauft, wo die Aufmerksamkeit anscheinend am größten ist: Über den Wolken!

Siebzehn Fluggesellschaften, darunter Lufthansa, Singapore Airlines und die niederländische KLM, führen Minox-Kameras im Bordkatalog. Auch über das Magazin der Deutschen Bahn sind sie erhältlich: "Da haben die Kunden mehr Zeit. Wir verkaufen unsere Kameras dort sehr erfolgreich", sagt Geschäftsführer Thorsten Kortemeier. Gerade bei Geschäftsreisenden sind die "Spionagekameras" als Mitbringsel "Made in Germany" äußerst beliebt.


Querdenk-Chance

Mit zunehmender Reisegeschwindigkeit steigt offenbar die Spendierlaune und damit die Verkaufszahlen der kleinen Kameraklassiker. Der Verkauf zu Luft und auf Schienen macht mehr als die Hälfte des weltweiten Umsatzes aus! Dank des Nischenvertriebs hat das Unternehmen aus Wetzlar Rückenwind. Minox knüpft mit dieser Strategie nicht nur an den Innovationsgeist von Firmengründer und Erfinder Walter Zapp an, sondern ist auch genau dort präsent, wo die Kunden sind.

 

 

Querdenk-Update

Medizinautomaten (Beratungsletter 4/2006)

Banken haben sich via Internet und Automaten in den Bankfilialen neue Vertriebswege jenseits des Schalters erschlossen. Die Post beschreitet ebenfalls innovative Wege mit ihren Packstationen. An diesen Automaten können jederzeit Pakete aufgeben und abgeholt werden. Und die ortsansässigen Apotheken? Nun ja, dort läuft alles immer noch nach dem alten Schema.

Das ändert sich mit einer neuen Idee aus Kalifornien: Dort gibt es verschreibungspflichtige Medikamente aus dem Automaten! Wie das geht? Ein Patient, der ein Medikament regelmäßig einnehmen muss, geht mit seinem Rezept erst einmal zum Apotheker. Ist die Packung leer, kann er die nächste Packung schnell & bequem am Automaten holen - und das ohne Warteschlangen und zu jeder Tages- und Nachtzeit.

Mit Hilfe seiner Zugangskarte und seinem Passwort wird der Kunde identifiziert. Damit er das richtige Medikament erhält, ist auf der Umverpackung ein individueller Strichcode angebracht, der bei der Ausgabe gescannt wird. Stimmen Kundendaten und Ware nicht überein, bleibt der Automat geschlossen.

Die Entwickler dieser Automaten stammen übrigens aus derselben Ideenwerkstatt, die schon Amerikas Kliniklogistik revolutionierte. Das Unternehmen mit dem Namen "Cardinal Health" haben wir in unserem Beratungsletter vom September 2005 vorgestellt!

Querdenk-Chance

Das Beispiel zeigt, wie für Apotheken und deren Kunden ein neuer zusätzlicher Nutzen entsteht und zusätzlich noch dazu beigetragen werden kann, der Apothekenkonkurrenz aus dem Internet Paroli zu bieten!
Also überlegen Sie: Wie können Sie mit neuen Vertriebswegen großartigen Kundennutzen schaffen und einen neuen Markt für sich schaffen? Denken Sie dabei zum Beispiel an Berufstätige mit langen Arbeitszeiten...
 

 

Querdenk-Update

Rolling Stones - Klunker auf Welttour (Beratungsletter 9/2005)

Wenn David Beckham in einer opulenten Party seinen 30. Geburtstag feiert, Cindy Crawford eine Benefiz Veranstaltung zu Gunsten Leukämie-Kranker besucht oder Prinz Charles übers Polofeld galoppiert: Bei solchen Veranstaltungen sind die Juwelen der Firma Chopard stets dabei. Denn es sind gerade diese hochkarätigen Veranstaltungen, die das Geschäft mit den kostbaren Steinen ins Rollen bringen.

Re-Channeling wird in dieser Branche "Trunk Show" genannt. Frei übersetzt bedeutet das: folge Deinem Kunden. "Man kann nicht warten, bis die Tür aufgeht", sagt die Chopard Chefin Gruosi-Scheufele. "Manche Kunden betreten nie eine Boutique." Und Harry Fane, ein Londoner Juwelier, meint dazu: "Wer clever ist, folgt dem Jetset!"

Und so sind die edelsten Schmuckstücke selten in den Vitrinen der Edelboutiquen zu sehen, da sie als "Rolling Stones" das ganze Jahr auf Tournee sind. Ob beim Formel 1 Rennen in Monaco, zur Saison in St. Moritz, der Biennale in Venedig, der Oscar Verleihung in Hollywood oder bei den Salzburger Festspielen.

Und der "Straßenverkauf" der edlen Klunker lohnt sich: Wer kaufen will, meldet sich zum "Personal Appointment" in einer der Boutiquen an oder bekommt sein Wunschschmuckstück an jeden beliebigen Ort der Welt gebracht. Am Ende einer "Tournee" jedenfalls sind die "Rolling Stones" meist ausverkauft.

Querdenk-Chance

Sie müssen kein Juwelier sein und Ihre Kunden müssen auch nicht zum Jet-Set gehören – die Frage bleibt dennoch die gleiche: Wie sehen Ihre branchenüblichen Vertriebswege aus? Erfinden Sie sie neu, gehen Sie ungewöhnliche Wege und begeistern Sie Ihre Kunden!

 

 

Anja Förster und Dr. Peter Kreuz gehören zu einer neuen Generation von Wirtschaftsvordenkern.

Leidenschaftlich unkonventionell kämpfen die beiden Bestsellerautoren für die Befreiung aus Denkschablonen und das Verlassen ausgetretener Pfade. Mit ihrem Labor für Business Querdenken sind sie auf allen fünf Kontinenten unterwegs und suchen nach unkonventionellen und erfolgreichen Geschäftskonzepten und nach den Menschen, die dahinter stehen.

Was SIE davon haben? Den Blick über den Tellerrand und 100 Prozent Inspiration!