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OUT-OF-THE-BOX
Schaffen
Sie vollkommen neue Märkte!

Arm & Hammer: Vom Backpulver zu
Haushaltsreinigern und Körperpflegemitteln
Business Querdenker entkommen dem
typischen Kopf-an-Kopf Wettbewerb, indem sie vollkommen neue
Märkte schaffen. Dazu entwickeln sie Leistungsangebote, die in
ihrer Branche bis dato unüblich waren und erobern vollkommen
neue Kundensegmente.
Die herausragende Leistung des Industriezeitalters bestand im
Streben nach schrittweiser Verbesserung des Vorhandenen. Und
auch heute noch gilt in vielen Unternehmen: die vorsichtige
Verbesserung des Altbewährten steht über der Veränderung.
Das Problem: Schrittweiser Zuwachs ist der schlimmste Feind der
Innovation. Mit einer Strategie, die auf mehr desselben zielt,
werden Sie keine großen Sprünge machen.
Business Querdenker wählen einen anderen Weg: Sie arbeiten auch
an Verbesserungen – gleichzeitig sind sie aber auch bereit,
tradierte Produktkonzepte, Prozesse und Strategien jeden Tag
aufs neue in Frage zu stellen und sie wagen es, vollkommen neue
Angebote zu schaffen.
Der Querdenkansatz Out-Of-The-Box kann Ihnen dabei helfen, dem
Kopf-an-Kopf Wettbewerb zu entkommen. Denn Sie können so einen
vollkommen neuen Markt schaffen, indem Sie für neue
Kundengruppen innovative Leistungen anbieten.

Best-Practice: Arm & Hammer
Das amerikanische Unternehmen Arm & Hammer stellt Backpulver
her; kein Geschäft, mit dem man viel bewegen kann. Aus diesem
Grund stellte sich das Unternehmen die folgende Frage: Was kann
Backpulver eigentlich noch? Und siehe da, Backpulver ist ein
natürliches Produkt mit hervorragenden Reinigungseigenschaften.
Es ist aber auch ein guter Geruchskiller und ist zudem
hautfreundlich...
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Arm & Hammer hat diese Eigenschaften des
Backpulvers als Grundlage für die Entwicklung einer ganzen Reihe
neuer Produkte genutzt. Heute ist es ein sehr erfolgreiches
Unternehmen, das zu den führenden Herstellern von
Haushaltsreinigern, Körperpflege- und Reinigungsmitteln,
Zahnpasten, Geruchskillern und natürlich auch Backpulver zählt.
Ein cleveres Beispiel für den Denkansatz Out-Of-The-Box: Frei
nach dem Motto "es gibt keine stagnierenden Märkte, sondern nur
stagnierende Manager" hat Arm & Hammer vollkommen neue Märkte
für vollkommen neue Kunden geschaffen - und das mit großem
Erfolg.
Ihre Chance
Sind Sie in einem wachstumsschwachen Markt tätig, der täglich
härter umkämpft wird? Der Querdenk-Ansatz Out-Of-The-Box hilft
Ihnen neue Märkte zu erobern und dem unerfreulichen Kopf-an-Kopf
Wettbewerb, bei dem es meist um nichts anderes als den
niedrigsten Preise geht, zu entkommen.
Fragen Sie sich selbst, wie Sie aus den Konventionen und
ungeschriebenen Gesetzen, die in Ihrer Branche blind akzeptiert
werden, ausbrechen können.
Wenn könnten Sie als neue Kundengruppe gewinnen? Was wäre ein in
Ihrer Branche unübliches Leistungsangebot, mit dem Sie Ihre
bestehenden Kunden begeistern und Ihre Wettbewerber verblüffen
könnten? Was würde passieren, wenn Sie die traditionellen
Grenzen Ihrer Branche überschreiten würden und einen komplett
neuen Markt schaffen würden? Denken Sie an Arm & Hammer!
Querdenk-Update
Kärcher - Druck machen und
sauber bleiben
(Beratungsletter 8/2007)
"Innovation ist die beste Waffe gegen Billigkopien."
Geschäftsführer Hartmut Jenner muss es wissen. Nicht umsonst
ist sein Unternehmen, die Alfred Kärcher GmbH & Co. KG,
Weltmarktführer in Sachen Sauberkeit: Hochdruckreiniger, Kehr-
und Saugmaschinen, Autowaschanlagen und Reinigungsmittel
bildeten bisher das Bollwerk gegen Schmutz aller Art. Doch das
Unternehmen aus Winnenden bei Stuttgart ist nicht nur
Spezialist im Reinigen mit Wasser, sondern auch von Wasser.
Mit Wasseraufbereitungssystemen der Marke "Kärcher Futuretech"
spricht das Unternehmen nun ganz neue Zielgruppen an: Menschen
in aller Welt, denen zu wenig oder nur verunreinigtes
Trinkwasser zur Verfügung steht. Mit den Kärcher
Futuretech-Geräten können zwischen 2.400 und 240.000 Liter
Wasser pro Tag entkeimt werden. Sogar Salzwasser mit einem
Salzgehalt bis zu 45.000 mg/l wird zu reinem Tafelwasser.
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Damit hat das Unternehmen die Weichen für die Zukunft
gestellt, denn sauberes Trinkwasser ist ein riesiger Markt.
Heute leben 2,4 Milliarden Menschen ohne Zugang zu sauberem
Trinkwasser, 7 Milliarden sollen es bis zum Jahr 2050 sein.
Auch wohlhabende Regionen werden im Zuge von Naturkatastrophen
immer öfter auf mobile Filteranlagen angewiesen sein – wie
zuletzt bei der Flutkatastrophe in Großbritannien.
Kärcher ist innovativ und sehr erfolgreich: Kärcher hat im
abgelaufenen Geschäftsjahr einen Rekordumsatz von 1,25
Milliarden Euro erzielt und 6 Millionen Geräte verkauft. Das
Umsatzwachstum betrug über 13 Prozent. 85 Prozent der Produkte
sind jünger als vier Jahre – dieses Innovationstempo lässt
selbst Produktpiraten keine Chance!
Querdenk-Chance
Nicht nur Strom ist gelb, sondern auch Sauberkeit. Unter dem
Motto "Kärcher reinigt die Welt" werden seit über 20 Jahren
Monumente wie die US-Präsidentenköpfe am Mount Rushmore oder
den Petersplatz in Rom porentief rein. "Es gibt kein Objekt,
das wir gereinigt haben, ohne gleichzeitig eine Innovation
herauszuziehen", sagt Kärcher-Chef Jenner. So funktioniert
kluges Innovationsmanagement!
Mobile Wasseraufbereitungsgeräte könnten auch hierzulande
ähnlich selbstverständlich werden wie Staubsauger oder
Rasenmäher. Mit Kärcher Futuretech wurde aus bereits
vorhandenem Know-how ein komplett neues Produkt für einen
komplett neuen Markt geschaffen – das ist
Out-Of-The-Box-Denken!
Querdenk-Update
LEGO Education Center
(Beratungsletter 4/2007)
Wir alle kennen sie noch, diese kleinen, bunten Lego-Steinchen,
mit denen man sich als Kind seine Traumwelten
zusammengestöpselt hat.
Dann kamen die 90er und neue Konkurrenz durch Atari, Nintendo, PC
und Internet. Lego hatte dem nicht wirklich etwas
entgegenzusetzen und verzettelte sich stattdessen mit
Lizenzen. Plötzlich klebte das Logo ziellos auf Videospielen
oder Kinderfahrrädern. Als schließlich "Duplo" ohne Not in "Explore" umgetaufte wurde, war klar: Lego
wird immer profaner statt profitabler. Tiefpunkt dieser
Entwicklung war ein Verlust von 226 Millionen Euro im Jahr
2004.
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Doch dann ging ein Ruck durchs Legoland. Und der Spielleitung
im dänischen Billund wurde das Potential, welches die
weltbekannte Marke als Bildungsinstrument hat, bewusst: Weg
von der Adaption uninspirierter Computerspiele – zurück zu
Kombination, Konstruktion und Konzentration! Heute macht Lego
mit intelligentem Spielen Schule und hat in Japan, Südkorea,
China, Singapur und Australien über 120 so genannte "Lego Education Center" eröffnet. Dort werden Kinder mit speziell
für den Unterricht entwickelten Lego-Produkten zu
kreativem und problemlösendem Denken angeregt.
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Diese Bildungsoffensive zielt auf alle
Altersklassen und reicht vom verletzungssicheren "Lego Soft" für
Kleinkinder ab 1,5 Jahre über "eLab"-Baukästen mit Windrädern
und Solarzellen für Grundschüler bis hin zur "Mindstorms-Serie",
mit der Jugendliche die Bewegungen von Lego-Robotern
programmieren können. Dabei lernen sie, ihre Ideen in
Programmiersprachen zu übersetzen – was spannender und
praxisnäher ist als jeder theoretische Schulstoff. Um "Lego
Mindstorms" herum haben sich sogar schon Fan-Communities
gebildet, die weltweit Programmierwettbewerbe austragen und die
Open-Source-Software ständig weiterentwickeln. Mit simplen
Bauklötzen "unplugged" hat das nichts mehr zu tun...
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Querdenk-Chance
Trotz der Krise war man bei Lego kreativ. Mit den Education
Centern als neuem Produkt erschließt das Unternehmen einen
völlig neuen Markt – clever und sprichwörtlich Out-Of-The-Box!
Für Nachhilfe und Abendschulen geben ehrgeizige Eltern in Asien
bekanntermaßen viel Geld aus. Dass Lego in diesen Ländern gerade
ein Education Center nach dem anderen eröffnet, verwundert daher
nicht. Der eigentliche Clou ist aber, dass Lego diese
Erfolgsstory genau dort schreibt, wo die einst so gefürchtete
Konkurrenz in Form von Spielkonsolen oder Tamagotchis herkam!
Letzte Woche gab Lego übrigens einen Gewinn von 192 Mio. Euro
bekannt.
Querdenk-Update
Gladiator GarageWorks von Whirlpool
(Beratungsletter 10/2006)
Whirlpool, der weltgrößte Hersteller von Haushaltsgeräten,
nimmt sich jetzt das "heimliche Wohnzimmer der Männer" vor:
Die Garage. Unter der neuen Marke "Gladiator GarageWorks"
entwickelte man ein Aufbewahrungssystem, damit das Leben in
der Garage noch Platz sparender, sicherer und schöner wird.
Denn, so die Erkenntnis: Die Garage wurde als Lebensraum
bisher völlig unterschätzt! Mit Gladiator GarageWorks räumt
Whirlpool nun sprichwörtlich auf: Die neue Produktlinie
schafft einen neuen Markt mit neuen Kunden – perfektes
Out-Of-The-Box!
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In nur einem Jahr
hat Whirlpool die Umsätze aus Innovationen verdreifacht. Bis
Ende 2006 wird das Unternehmen
die Umsätze aus Innovationen verfünffacht haben! Das Geheimnis
von Whirlpools Innovationsoffensive basiert auf vier
Schritten:
1. Produktverbesserungen:
So schenkte man beispielsweise dem 99 Dollar Waffeleisen
besondere Aufmerksamkeit und machte eine Designikone daraus:
Heute verkauft man diese Dinger für 399 Dollar. Und das so
schnell, dass man mit der Produktion kaum nachkommt.
2. Vermarktbare Innovationen:
Hier geht es nicht um verbesserte Produkte, sondern um
neuartige Produkteigenschaften oder Serviceangebote, die so
auf dem Markt noch nicht existieren. Beispielsweise den
Service, dass Whirlpool Hausbesuche macht, um sicher zu
stellen, dass die Produkte perfekt funktionieren.
3. Neue Produkte:
Das heißt, Lösungen für bisher unbefriedigte Kundenbedürfnisse
bieten. So entwickelte man mit dem Fabric-Freshener: Eine
mobile Textilreinigung für zu Hause.
4. Neue Geschäftsfelder:
Hierunter fällt das oben beschriebene Geschäftsfeld
"Gladiators GarageWorks", mit dem Whirlpool einen vollkommen neuen
Markt erobert.
Querdenk-Chance
Mehr über Whirlpools "Innovations-Geheimnisse" lesen Sie
hier in unserem kostenlosen PDF-Download zu Whirlpool.
Querdenk-Update
Fred Butler - Reinigungskette der Linde AG
(Beratungsletter 8/2006)
Wer in Aktien der Linde AG investiert, will langfristig auf der
sicheren Seite sein. Ohne Überraschungen. Das Image des
Industriegasherstellers ist solide, aber auch ein bisschen
langweilig. Konzernchef Wolfgang Reitzle schafft es als Ehemann
von "Alles wird gut"-Moderatorin Nina Ruge immer mal wieder in
die Boulevardpresse - aber das macht ihn noch lange nicht zum
bunten Vogel oder Querdenker.
Mit Querdenken hat aber ein neues Geschäftsfeld von Linde zu
tun. Die Ursprungsidee dafür leitet sich aus der Erkenntnis ab,
dass sich flüssiges Kohlendioxid, ein "Abfallprodukt" aus der
Industriegasproduktion, bestens zur Reinigung von Textilien
eignet: Es ist schonender für Kleidung, Umwelt und Gesundheit
als das herkömmliche Waschmittel Perchloretylen. Die Idee zur
Reinigungskette "Fred Butler®" war geboren!
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Neben den Pilotfilialen in Frankfurt und Wiesbaden gibt es die
Marke mit dem Pinguin bereits in Dänemark, Schweden und den
Niederlanden. Doch Linde macht keine halben Sachen: Ziel sind
ein Viertel des 4 Milliarden Euro schweren europäischen
Reinigungsmarktes.
Und Fred Butler bietet hierzu auch mehr, als die klassische
Reinigung: Neben den speziellen Fred Butler Shops, wird es
Annahmestellen in Einkaufszentren geben, einen Büroservice mit
Hol- und Bringdienst und spezielle Angebote für Key Accounts,
bei denen im täglichen Einsatz Uniformen verwendet werden, wie
z. B. Fluggesellschaften, Hotels und Transportunternehmen.
Franchise spart dabei Kosten: Mit 10 Mio. investierten Euro
hält sich das finanzielle Risiko bislang in Grenzen. Von Burger
King wurde ein Franchise Experte abgeworben, der die
flächendeckende Fleckenbeseitigung auf dem stark fragmentierten
Markt vorantreiben soll. Bewerber um Lizenzen stehen Schlange.
Der Aufbau von Fred Butler als "wichtiges Standbein" des
Konzerns fällt in eine Phase, in der Sparten wie Kältetechnik
oder Gabelstapler abgestoßen werden. Innovation bei
gleichzeitiger Konzentration aufs Kerngeschäft – damit sorgt
Linde für eine positive Überraschung!
Querdenk-Chance
Linde hat unter Einbeziehung
seiner Kernkompetenz einen vollkommen neuen Markt erobert. Bis
jetzt beschränkte man sich auf die Zielgruppe der B2B-Kunden. Im
Sinne einer Vorwärts-Integration geht Linde nun einen Schritt
weiter: Zu den Kunden gehören nun auch Leute wie Du & Ich, die
ihre Schmutzwäsche zu Fred Butler bringen. Damit geht die
Rechnung auf: Neues Leistungsangebot + Neue Kunden =
Out-Of-The-Box!
Querdenk-Update
Ethel's Chocolate Lounge
(Beratungsletter 6/2006)
Der Süßwarengigant Mars Inc. stand vor
einem Problem: Der amerikanische Markt für kakaohaltige
Massenware wuchs in den letzten fünf Jahren nur noch um magere 3
Prozent. Immer weniger Kunden wollen die bunten M&M's oder die
süßen Mars-Riegel. Im selben Zeitraum stieg jedoch der Verkauf
von Edelschokoladen und Pralinen um 20 Prozent, vor allem in
trendigen Caféhäusern und Confiserien.
Wohin die Reise gehen sollte, war damit
klar: Unter dem Namen "Ethel's Chocolate Lounge" eröffnete Mars
im Großraum Chicago gemütliche Schokosalons. Mit ausgefallenen
Produkten wie Mojito-Pralinen und angenehmer Wohlfühl-Atmosphäre
will man so die Kunden zurückgewinnen. "Ethel's is about
maximizing the chocolate experience", so John Haugh, Präsident
der Abteilung Gourmetschokolade.
Querdenk-Chance
Mars schließt mit Ethel's eine süße Marktlücke. Die Marke
spricht ein Publikum an, das mehr Wert auf Genuss und Ambiente
legt, als auf Kalorien.
Mars hat mit diesem Konzept sehr clever neue Kunden
angesprochen. Der anstehende landesweite Roll-Out der Ethel's
Filialen spricht für den Erfolg dieser Out-Of-The-Box Strategie.
Querdenk-Update
Cirque Du Soleil
(Beratungsletter 2/2006)
Der wohl bekannteste kanadische
Kulturexport startete 1984 als Gruppe von Feuerschluckern im
kanadischen Quebec und ist heute eine globale
Entertainment-Maschine mit einem Umsatz von 600 Mio. Dollar. Und
das in einer rezessionsgeplagten Branche, in der alle über
sinkende Nachfrage und hohe Preissensitivität der Zuschauer
jammern.
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Der Cirque du Soleil hat den Begriff
"Zirkus" neu definiert. Um das Angebot zu beschreiben, taugt der
Genrebegriff eben so wenig als würde man die Rolling Stones als
flotte Tanzkapelle kategorisieren. Durch eine Kombination aus
Tanz, Theater und Akrobatik entstand ein ganz neues
Geschäftsmodell, mit dem ein erwachsenes und zahlungsfreudiges
Publikum angesprochen wird. Vorbildliches Out-Of-The-Box Denken!
Der eigentliche Coup des Unternehmens lautet Multiplikation.
Jede Show wird von mehreren Ensembles gleichzeitig einstudiert,
die anschließend auf Tournee gehen. Für die Rekrutierung der
Ensembles reisen zwanzig Castingagenten permanent um die Welt.
Da gehören dann olympische Goldmedaillengewinner wie der
aserbaidschanische Bogenschütze aus der Show "O" genauso dazu,
wie das Schlangenmädchen aus dem indischen Bauernzirkus. Aber
trotz einer perfekten Ausbildung verlangt der Cirque vor allem
Ausdruck und Spontaneität. Wer nicht unabhängig denken kann,
fliegt raus, statt durch die Lüfte.
Die direkte Folge der weltweiten Multiplikation der Shows: Eine
globale Marke entsteht (laut Interbrand auf Platz 22 und damit
bekannter als Disney) und gleichzeitig sinken die Kosten.
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Dennoch geht Einfallsreichtum vor Profit,
denn 70 % der Einnahmen (!) fließen wieder in neue Projekte.
Daniel Lamarre, President des Cirque: "Unsere Marke bedeutet
Kreativität, und das dürfen wir nicht vernachlässigen."
Und so lassen sich die Zuschauer in Tourneezelten und
ausverkauften Dauerarrangements in Las Vegas oder Tokio in
emotionale Traumwelten entführen und blättern dafür gerne bis zu
150 Euro hin.
Querdenk-Chance
Dem Cirque du Soleil ist es gelungen, Zuschauer, die der
antiquierten Zirkusbranche davonliefen, wieder zu verzaubern.
Das Rezept: Reizüberflutung in Perfektion, die mit jedem
Hollywoodfilm locker mithalten kann.
"Wir lieben das Risiko. Es ist ein Teil von uns. Jedes Mal, wenn
wir in eine angenehme Phase kommen, versuchen wir etwas Neues."
so Präsident Lamarre. "Bequemes Zurücklehnen kann in unserer
Branche sehr, sehr gefährlich sein."
Man muss sich selbst ständig neu erfinden, um nicht eines Tages
in den Wettbewerb mit Nachahmern treten zu müssen. Das erfordert
Mut und Out-Of-The-Box-Denken!
Querdenk-Update
1-Touch-Connect
(Beratungsletter 8/2005)
In den kommenden drei Jahren könnten die
Preise fürs mobile Telefonieren drastisch sinken. Wie das
Marktforschungsinstitut Gartner prophezeit, sind Preissenkungen
von etwa 20 Prozent pro Jahr mittlerweile realistisch – ein
klares Zeichen für Marktsättigung! Die Strategie, die
geschrumpften Tarifmodelle mit Zusatzdiensten wie das
Herunterladen von Klingeltönen oder das Versenden von Bildern
wieder hereinzuholen, kompensiert nur bedingt den Preisverfall.
Und die Anbieter zeigen sich wenig kreativ: mit Versprechen wie
"1 Cent von Netz zu Netz & ohne Grundgebühr" wird mit allen
Mitteln um die telefonierende Kundschaft gekämpft.
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Wie entkommt man also dieser
Abwärtsspirale? Das Beispiel von "1 TouchConnect", einem Angebot
des amerikanischen Unternehmens TelePlus Inc., zeigt, wie man
aus bekannten Zutaten – Handys und Mobilfunknetz – ein neues,
innovatives Serviceangebot entwickeln kann und damit eine
interessante Zielgruppe konsequent erschließen kann, nämlich
Geschäfts- und Privatreisende.
1 TouchConnect gelingt dieses mit günstigen weltweiten
Telefontarifen und innovativen Diensten, die ganz auf die
Bedürfnisse von Reisenden zugeschnitten sind. Zu diesen
Diensten zählen Live Übersetzungen, Reiseinfos,
Alltags- und Notfallhilfen. In über 100 Sprachen und rund um die
Uhr verfügbar.
Und so funktioniert es: Ein Knopfdruck auf dem Handy und der
Kunde, der beispielsweise gerade in Kiew unterwegs ist und kein
Ukrainisch spricht, wird mit einem Serviceagenten verbunden, der
die Muttersprache des Kunden spricht und diesem bei der
Verständigung eines Notfalldienstes, dem Auffinden eines Arztes,
der Buchung eines Übersetzers, der Reservierung eines
last-minute Babysitters oder der Buchung einer Tischreservierung
im Restaurant in der fremden Stadt behilflich ist. "We're an
international company, so we understand the traveler's dream of
communicating with anyone anywhere" so Claude Buchert von der
TelePlus Group.
Wie der Kunde diesen Dienst in Anspruch nehmen kann: Er bestellt
das 1 Touch Connect-Handy online und bekommt es in wenigen Tagen
nach Hause, zum Flughafen oder ins Hotel am Zielort geliefert.
Auch Reisebüros, Autovermietungen und Hotels bieten diese
praktischen Helferlein an.
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Schon wenige Minuten nach der Anmeldung
kann man die Dienste in Anspruch nehmen. Ohne Ausleih- oder
Grundgebühr, Kaution oder Vertragsbindung. Man zahlt nur die
Gesprächsminuten und lädt das Guthaben per Kreditkarte ebenfalls
nur einem "Touch" automatisch wieder auf.
Ein Monat sind die Geräte kostenlos ausleihbar, danach kann man
sie zurückgeben, portofrei mit der Post zurückschicken oder,
falls man länger oder regelmäßig unterwegs ist, für moderate 75
Dollar ganz kaufen. Das Ziel: "Wir wollen, dass unsere Kunden
1TouchConnect als ihren ständigen Begleiter im Ausland
betrachten."
Querdenk-Chance
Konzentrieren SIE sich nicht nur auf den vorhandenen Markt,
sondern auch auf den gesamten möglichen Markt. Und dazu müssen
SIE mit wachen Sinnen durch die Welt gehen: Schauen SIE sich
aufmerksam um und hören Sie zu – denn so erfahren Sie von den
wertvollen Anregungen der Kunden, der Mitarbeiter und der
Marktpartner.
Und noch etwas: Experimentieren Sie und arbeiten sie laufend
daran, Ihre Produkte neu zu erfinden, indem Sie sich fragen:
"Was werden unsere Kunden kaufen?", "Wie können wir unser
Geschäftsfeld erweitern?" und "Für wen können wir Produkte und
Services liefern?"
Querdenk-Update
Karla von der Karlsberg Brauerei
(Beratungsletter 6/2005)
Bier gibt es bereits in jeder erdenklichen
Art und Geschmacksrichtung: Lagerbier, Altbier, Diätbier,
Weizenbier, Rauchbier, alkoholarmes Bier, Biermischgetränke mit
Cola oder Pfirsich, Cassis, Kirsche oder Zitrone, Himbeere oder
Waldmeister… Wo ist da noch Platz für Innovationen? Und wie kann
man sich mit neuen Produkten vom harten Wettbewerb auf dem
Brauereimarkt zumindest ein Stück abgrenzen?
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Wie das geht, zeigt die Homburger
Karlsberg-Brauerei: Als erste Brauerei der Welt verkauft sie
Bier in der Apotheke. Die Marke "Karla" wurde eigens für den
Apothekenvertrieb entwickelt.
"Als reines Naturprodukt – geschützt durch das deutsche
Reinheitsgebot – bietet deutsches Bier einen hervorragenden
Grundstoff für ein Gesundheitsgetränk", sagt Dr. Richard Weber,
Geschäftsführender Gesellschafter der Karlsberg Brauerei.
Die
neue Marke wurde unter Anleitung des Karlsberg Institute of
Bioscience, einem Unternehmen des Karlsberg Verbunds, entwickelt.
Hier arbeiten Wissenschaftler, Brauer und Apotheker zusammen.
Als Partner konnte Karlsberg den Apothekenverbund "1A-Gesund"
gewinnen.
Die beiden Sorten "Karla balance" und "Karla well be" zeichnen
sich durch einen Alkoholgehalt von nur 1,0 Volumenprozent aus
und sind zudem reich an Nährstoffen und Vitaminen. Mit der
Platzierung in der Apotheke setzt Karlsberg auf eine eindeutige
Differenzierung von unspezifischer Wellness-Interpretation.
Manuel Meissner, Sprecher des Apothekenverbundes: "Der
Grundgedanke, Wirkstoffe aus der Apotheke mit dem guten
Geschmack von Karlsberg zu verbinden, ist bei allen Beteiligten
auf große Zustimmung gestoßen. Man möchte sich, seinem Körper
und seinem Geist Gutes tun und da darf der Genuss nicht zu kurz
kommen." Dabei setzt das Gesundheitsgetränk bewusst auf guten
Geschmack. Getreu dem Motto: Was gut ist, darf auch gut
schmecken. Das Produkt wurde speziell für aktive Menschen
mittleren Alters entwickelt. Also jene, die sich ihre Gesundheit
auch gern etwas kosten lassen.
Das Marktpotenzial ist erheblich: Über 21.500 Apotheken können
national für das neue Wellness-Getränk KARLA erschlossen werden.
Querdenk-Chance
Der Karlsberg Brauerei ist es gelungen, auf einem Markt, der mit
Neuerungen förmlich überschwemmt wird, mit einer interessanten
Innovation auf sich aufmerksam zu machen.
Weitere interessante Aspekte: Eine neue einkommensstarke
Zielgruppe wird angesprochen und ein neuer Vertriebsweg gewählt.
Somit entspricht die Produktinnovation samt Zuwachs an Käufern
dem Out-Of-The-Box-Prinzip: Innovative Leistungen für neue
Kunden!
Querdenk-Update
Alpha D'lish
(Beratungsletter 9/2004)
Seitdem immer mehr Airlines bei Service
und Bordverpflegung sparen, fallen die Malzeiten im Flugzeug
immer spärlicher aus. Statt eines Menüs gibt es heute bei vielen
Airlines nur noch Bezahl-Snacks.
Doch nicht jeder, der billig fliegt, will auch so essen. Im
Gegenteil: Preisbewusstsein auf der einen Seite,
Qualitätsbewusstsein und Freude am Genuss auf der anderen Seite
sind Charakterzüge der heutigen Lifestyle-Gesellschaft.
Die First Mover in der Catering-Branche haben Out-Of-The-Box
gedacht, diese Bedürfnisse erkannt und bieten Passagieren nun
individuelles Catering in höchster Qualität an. So wurde aus
einer Marktlücke heraus ein neuer Markt geschaffen.
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Das System: Der Fluggast ordert einige
Stunden vor dem Abflug online sein Wunschgericht und dieses wird
ihm im Flieger serviert. Zum Beispiel von Alpha D’lish, das
Fluggäste von Virgin Express und MyTravel Lite verwöhnt. Die
Auswahl ist verführerisch und reicht vom Cafe Extreme mit
Lachs-Ciabatta und belgischer Schokotorte bis zum orientalischen
Verwöhnmenü mit Sushi und thailändischen Spezialitäten.
Neben Caterern mit langjähriger Erfahrung in Sachen
Airline-Verpflegung drängen auch andere Anbieter in diesen
interessanten Markt: So liefern die Ritz-Carlton-Hotels mit
ihrem "Flight Bites"-Programm ihren Gästen auch im Flugzeug
exzellentes Essen – vom Frühstück bis zum opulenten Menü, zu
Preisen zwischen 12 und 25 US-Dollar und mehr. Die Qualität
übersteigt jene des herkömmlichen Business-Class-Menüs, die
Kosten trägt der Fluggast und die Logistik belastet nicht das
Budget der Airline. So sind alle Beteiligten Gewinner: Voila!
Querdenk-Update
Kaffee Latte mit Musik
(Beratungsletter 4/2005)
Das weltweite Wachstum der Kaffeebar-Kette
Starbucks läuft wie geschmiert. Das Konzept vom schicken Kaffee
und den gemütlichen Sofas, die zum Verweilen einladen, kommt bei
den Kunden in Wien ebenso gut an wie in Peking oder Dschidda.
Also weiter so wie bisher? Starbucks ist clever genug,
frühzeitig auf ein Portfolio der Möglichkeiten zu setzen. Und
dieses Portfolio besteht nicht nur aus Kaffee, sondern auch aus
Musik. An die 2.500 Filialen will die weltgrößte Kaffeebar-Kette
in den nächsten zwei Jahren mit digitalen Musikläden ausstatten.
250 000 Songs gibt es zur Auswahl. Kunden können sich ihre
Lieblingslieder aussuchen und auf eine eigene CD übertragen.
Die Starbucks Filiale in der Third Street Promenade im
kalifornischen Santa Monica ist ein Versuchslabor für diese neue
Idee: Verteilt im Coffeeshop sind insgesamt 70 Computer, über
die sich Songs aus rund 10.000 CDs abrufen und nach Wunsch
kombinieren lassen. Die persönliche "Best Of" wird im Café
gebrannt – zwölf Songs kosten 14 Dollar.
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Wie lohnend dieses neue Leistungsangebot
für Starbucks ist, verdeutlicht die folgende Rechnung: Bringt
Starbucks nur 5 Prozent seiner Gäste dazu, eine CD zu kaufen,
würde das den Umsatz des Konzerns (2003: 4 Mrd. Dollar) um zwei
Prozentpunkte erhöhen.
Das Geschäft mit der Musik hat sich für Starbucks schon in der
Vergangenheit als gutes Geschäft erwiesen: "Genius loves
Company", die letzte Produktion der verstorbenen Soul- und
Blues-Legende Ray Charles, wurde in einer Kooperation zwischen
Starbucks und der Plattenfirma Concord über die Cafés der Kette
vermarktet – und das mit großem Erfolg. Die CD verkaufte sich
über 580.000 Mal in den Starbucks-Läden.
Querdenk-Chance
Die Chance eines Unternehmens, auch in Zukunft erfolgreich zu
sein, verhält sich direkt proportional zu der Anzahl an
Experimenten, die es durchführt. Das Beispiel von Starbucks
zeigt, dass erfolgreiche Unternehmen ständig an einem Portfolio
der Möglichkeiten arbeiten.
Viel versprechende Ideen, die das Potenzial haben, steigende
Erträge zu erzielen, kommen in dieses Portfolio. Ideen, die
diese Hürde nicht passieren, werden aus dem Portfolio
herausgenommen oder für eine mögliche weitere Entwicklung
aufbewahrt. Die Herausforderung besteht bei diesem Vorgehen
nicht darin, das eine enorme Mega-Geschäft aufzuspüren. Sie
besteht darin, das Experimente-Portfolio fortlaufend zu
füttern, um damit die Chance zu erhöhen, eine neue starke
Geschäftsidee zu entwickeln.
Querdenk-Update
Schlaflos in Tokio
(Beratungsletter 2/2005)
Angst vor Terroranschlägen, steigende
Arbeitslosigkeit, allgemeine Sparzwänge: Bei vielen Kunden sitzt
das Geld für teure Fernreisen einfach nicht mehr so locker.
Höchste Zeit also für die Reiseveranstalter, neue Zielgruppen zu
erschließen. Diese Touristen wollen nicht die üblichen
Sehenswürdigkeiten besuchen oder am Strand liegen, sondern
interessieren sich für die Schauplätze populärer Kinofilme oder
Fernsehserien.
Sie wollen die Atmosphäre spüren, die sie aus ihren
Lieblingsfilmen oder TV-Sendungen kennen und geben dafür gerne
viel Geld aus. Ein Kurztrip nach Neuseeland zu den
Originalschauplätzen, an denen der Herr der Ringe gedreht wurde
oder doch lieber auf den Spuren des Films "Lost in Translation"
in Tokio wandeln? Kein Problem!
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Einige Monate nachdem der Film in den
Kinos angelaufen war, wurde die erste große "Lost in Translation"
Reisegruppe aus Übersee in Tokio begrüßt. Der Oscar gekrönte
Film von Sofia Coppola wurde ausschließlich in Japan gedreht. In
dem Film begegnen sich an einer Hotelbar in Tokio zwei
Amerikaner: ein ehemaliger Fernsehstar, der in Japan einen
Werbespot dreht und die junge Frau eines Fotografen. Auf der
Suche nach einem Seelenverwandten verbringen beide ein
Wochenende miteinander, entdecken die Stadt und eine
außergewöhnliche Freundschaft.
Japanische Reiseveranstalter entdeckten das
Vermarktungspotenzial und entwickelten mehrere "Lost in
Translation" Touren. Wichtiger Bestandteil dieser Reisen ist
natürlich das Hotel Park Hyatt Tokio, in dem der Film
überwiegend spielt und in dem auch die Reiseteilnehmer wohnen.
Natürlich essen sie auch im gleichen Restaurant, schlürfen einen
Cocktail in der gleichen Bar und genießen den gleichen
spektakulären Ausblick auf das nächtliche Tokio wie die
Hauptdarsteller des Films.
Querdenk-Praxis: Auf den Spuren von Carrie in New York
In New York können eingefleischte Fans der Serie "Sex and the
City" auf den Spuren von Carrie Bradshaw und ihren drei
Freundinnen durch den Big Apple wandeln. Auf dem Programm stehen
die Schauplätze und Drehorte der Kult-Serie – wie "The Jimmy
Choo Boutique", Carries Appartement, die Bäckerei, in der sich
Miranda mit Leckerbissen voll stopft, die Galerie in SoHo, wo
Charlotte arbeitet oder das Möbelgeschäft, für das Aidan Tische
und Stühle entwirft.
Querdenk-Chance
Der Natürlich sind die Zeiten schwer und das Geld vieler Kunden
sitzt heute nicht mehr so locker wie früher. Aber darf man das
den Kunden vorwerfen? Wohl nicht!
Denken Sie Out-Of-The-Box. Entkommen Sie dem Wettbewerb um den
niedrigsten Preis, indem Sie neue Märkte schaffen. Die Reisen zu
Filmschauplätzen sind ein schönes Beispiel dafür, wie man neue
Kunden mit neuen Leistungsangeboten ansprechen und begeistern
kann.
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