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MIX-IT
Mit Bindestrich-Innovationen neue Märkte erobern!

Coffee & Councel bietet
Rechtsberatung bei Kaffee und Bagel
Verbinden Sie zwei Branchen
miteinander, die traditionell nicht zusammen gehören. So können
Sie mit Bindestrich-Innovationen neue Märkte erobern!
Was differenziert ein Unternehmen von einem anderen? Sind es
Qualität, Kundenorientierung, ein gutes
Preis-Leistungsverhältnis? Oder sind diese Faktoren heute eher
notwendige Voraussetzung zum Überleben? Wir glauben Ja, denn
diese Faktoren sind heute in den meisten Branchen bereits eine
zu erwartende Selbstverständlichkeit. Wie also können Sie sich
gegenüber dem Wettbewerb profilieren? Ein interessantes Konzept
ist in diesem Zusammenhang die Idee der Bindestrich-Innovation:
Mix-It!
Die Idee dabei: Verbinden Sie zwei Branchen miteinander, die im
klassischen Branchendenken nicht zusammengehören. Wichtig ist
dabei, dass aus dieser Fusion ein zusätzlicher Nutzen und Wert
für den Kunden entsteht. Nur dadurch erhält die
Bindestrich-Innovation ihre Existenzberechtigung.
Querdenk-Update
Ökogrün und Stahlgrau – Das muss kein Gegensatz sein
(Beratungsletter 2/2008)
Die Stadt Marburg macht es vor: Sie will
Bauherren und Hauseigentümer zur Nutzung von Solarenergie
verpflichten. Anstatt auf Öl oder Gas müsse bei Neu- und
sanierten Altbauten langfristig auf unbegrenzte Ressourcen
gesetzt werden, forderte der grüne Bürgermeister Franz Kahle
Ende Januar 2008. Damit verlangt der Politiker nur, was längst
Stand der Technik ist. Die folgenden Mix-It-Beispiele zeigen,
dass Ökologie und urbanes Bauen keine Gegensätze sein müssen.
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Bahrain World Trade Center: Dieses
Zwillingshochhaus in Bahrain gilt als das erste Hochhaus der
Welt mit integrierten Windrädern. Drei Turbinen mit einem
Durchmesser von 29 Metern produzieren bis zu 15 Prozent des
Energiebedarfs – genug, um 300 der Wohneinheiten ein Jahr lang
zu beleuchten.
Burj Al-Taqa Energy Tower: Das erste Null-Primärenergie
Hochhaus für den Mittleren Osten basiert auf historischen
arabischen Windtürmen. Dabei wird in den 322 Meter hohen Turm
von oben her Wind ins Gebäudeinnere geleitet. Auch erzeugt das
vom deutschen Büro Gerber Architekten International konzipierte
Gebäude die gesamte benötige Energie aus erneuerbaren Quellen.
Überschüssig produzierte Energie wird in Wasserstoff- und
Heißwassertanks gespeichert.
EDITT Tower: Gebaut ist er noch nicht, aber preisgekrönt
ist der Entwurf von Architekt Ken Yeang bereits. Der "Ecological
Design In The Tropics" (EDITT) Tower wird von der National
University of Singapore (NUS) mitfinanziert. 55 Prozent des
Wasserverbrauchs soll durch Regen- oder Abwasserfilterung
gedeckt werden – für Singapur wegweisend, da der Stadtstaat
einen Großteil des Frischwassers aus Malaysia bezieht. 40% der
Energie wird durch Solarzellen erzeugt. Zur Kühlung wird Wind
ins Innere des Gebäudes kanalisiert.
Dynamic Architecture Dubai: Auch dieser Wolkenkratzer ist
noch nicht gebaut. Doch die Idee, wie Windenergie genutzt werden
kann, fällt hier noch radikaler aus, als beim Bahrain WTC: Die
Designer vom italienischen Büro Dynamic Architecture wollen
ganze Stockwerke zu Turbinen umfunktionieren. 84 Turbinen
zwischen den drehbaren Etagen sollen 50 der 200 Appartements mit
Strom versorgen.
Hearst Tower: Der Hearst Tower wurde von Sir Norman
Foster entworfen und Ende Oktober 2006 in Manhattan eröffnet. Er
gilt als erster "Öko-Wolkenkratzer" New Yorks. Für die
Konstruktion wurde zu 80 Prozent wiederverwerteter Stahl
verwandt, was dem Hearst Tower die Goldmedaille für "Leadership
in Energy and Environmental Design" (LEED) des U.S. Green
Building Council einbrachte.
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Querdenk-Chance
Innovative Architekturbüros haben die Notwendigkeit für grünes
Bauen längst erkannt und feiern mit hoch innovativen
Konstruktionen rund um alternative Energiequellen internationale
Erfolge. Besonders das Interesse aus dem ölreichen Mittleren
Osten für ökologische Prestigeprojekte zeigt, dass ein genialer
Mix aus Naturgrün und Stahlgrau Märkte beleben oder sogar
schaffen kann.
Schon mal überlegt, wie Sie zwei Branchen miteinander verknüpfen
könnten, die traditionell nicht zusammen gehören? Je
ungewöhnlicher die Kombinationen, desto einzigartiger das
Ergebnis!
Querdenk-Update
Connect18 – Für motorische Lerntypen
(Beratungsletter 8/2007)
Ein innovatives Beispiel aus dem Bereich
Bildung und Lernen. Und zwar von einem Fitness-Studio in San
Francisco. Richtig gelesen. John Ford und sein Team aus sport-
und reisebegeisterten Amerikanern hatten die Idee, im
Fitness-Studio nicht nur den Körper, sondern auch den Geist zu
trainieren. Heraus kam ein Mix aus Radfahren, Landschaftsvideo
und interaktivem Sprachkurs.
Und das funktioniert so: Eine DVD wird auf eine Leinwand
projiziert. So sieht man beispielsweise eine Dorfstraße in
Mexiko, die man entlang fährt indem man in die Pedalen des
Hometrainers tritt. Die Abspielgeschwindigkeit des Films
richtet sich dabei nach der eigenen Anstrengung. Anhand der
Motive werden spanische Vokabeln gelernt oder aufgefrischt.
Wichtig ist die Teamkomponente: Man radelt
und lernt nicht alleine, sondern in einer Gruppe. Der
Fitness-Trainer nimmt zugleich die Rolle des Lehrers ein, um die
Kommunikation in der Gruppe anzuregen und individuell zu
fördern. Im Internet stehen vertiefende Übungsaufgaben zur
Verfügung – übrigens auch für Sie frei zugänglich!
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Connect18 kombiniert Wadel- und
Vokabeltraining zu einem medialen und körperlichen Erlebnis und
das Fitness-Studio wird zum Filmkasino. Wer nicht warten will,
bis das Konzept von deutschen Fitness-Studios aufgegriffen wird,
kann sich die 900 Kilometer Sprachkurs quer durch Mexiko im
Online-Shop bestellen: 6 DVDs mit 12 Kursen kosten 49 Dollar.
Querdenk-Chance
Mit einer cleveren Mix-It Idee lässt sich ein echter Mehrwert
für Kunden schaffen. Ob ältere Menschen ihr Gehirn mit
Computerspielen trainieren (Beratungsletter Juli
2007) oder Menschen aller Altersklassen auf dem Hometrainer
Spanisch lernen – man bietet einen Mehrwert, den die
Konkurrenz nicht offeriert.
John Ford ist es gelungen, die oftmals monotone Anstrengung im
Fitness-Studio zu einer spannenden Gruppenerfahrung zu
vermengen. Eine cleverer Mix, der auf der ganzen Welt
funktionieren wird.
Querdenk-Update
Saint Charles Apotheke
(Beratungsletter 3/2007)
"Österreichs kompetenteste und lebendigste
Apotheke" zu sein, haben sich der Apotheker Alexander Ehrmann
und der Betriebswirt Martin Rohla auf die Fahnen geschrieben.
Mit großer Freude haben Sie dem erzkonservativen Geist der seit
1886 bestehenden "Apotheke zur Heiligen Dreifaltigkeit" Beine
gemacht. Heute heißt sie Saint Charles Apotheke und ist eine der
genialsten Apotheken, die wir kennen. Zu besichtigen im Wiener
Bezirk "Mariahilf".
Apotheke + Restaurant = Alimentary
Hier kann man sich in der Apotheke "gesund essen". Nur gesunde Lebensmittel
nach heilungsfördernder Rezeptur kommen auf den Tisch. Im Repertoire: Rettichsorbet, Kefir und
Kren ("Meerrettich" für unsere Freunde aus dem Norden) oder Reh, Semmelknödel und Rotkrautmarmelade. Zur Obsternte und
Wildjagd ist übrigens jeder eingeladen!
Apotheke + Kosmetik = Apothecary
Hier mixt Kosmetikprofi Daniel Matt, der auch schon als
Designer für Vivienne Westwood gearbeitet hat, die
hauseigene Pflegeserie "Saint Cosmetics". Erstmalig in
Österreich bekommt man hier das komplette Sortiment an
Naturkosmetika wie "Ren", "Korres" oder "The Organic Pharmacy".
Apotheke + Erholung = Refugium am Semmering:
Ein idyllisch gelegener Bauernhof aus dem 18. Jahrhundert in
Prigglitz ist zum Rückzugs- und Erholungsort umgestaltet
worden und dient als garten Eden. Kräuter, Pilze und
Pflanzen von dort werden zu hauseigenen Produkten
weiterverarbeitet. Mit Fachleuten
der Universität für Bodenkultur Wien sind zudem Musteranpflanzungen
für historische Heilpflanzen geplant.
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Apotheke + Pferde = Saint Horses
Die Apotheker sind nicht zu stoppen – und jetzt gehen ihnen
auch noch die Pferde durch: In Kooperation mit Tierärzten,
Pferdetrainern und Hufschmieden entwickeln sie natürliche
Heilprodukte und Tinkturen für Pferde.
Ach ja, was die Preise betrifft - von günstig über leistbar
bis hin zu sauteuer ist bei Saint Charles alles erhältlich.
Querdenk-Chance
Das ist die Zukunft. Der Mix-It-Ansatz der Saint Charles
Apotheke ist wegweisend für die gesamte Branche, die sich bis
auf Ausnahmen (siehe Beratungsletter Nr. 55)
immer noch gegen grundlegende Veränderungen wehrt. Dass die Versandapotheke "Doc Morris" erst nach endlosen
Gerichtsverfahren eine Dependance im Saarland eröffnen durfte,
spricht Bände.
Nicht, dass wir uns missverstehen: Dies ist keine
Aufforderung, sofort ein Restaurant in Ihr Business zu integrieren. Aber
sicherlich können auch Sie Ihren Kunden mehr bieten als nur Branchenstandard.
Maria hilf!
Querdenk-Update
Kühlschrank zu verschenken
(Beratungsletter 1/2007)
Die Küche als zentraler Wohnraum erlebt
eine Renaissance. In der sonst großzügigen Villa, die Thomas
Mann 1913 in München bauen ließ, war sie stiefmütterlich im
Keller untergebracht. Und in den 30er Jahren als "Frankfurter
Küche Normaltyp" sogar auf enge 6 m² gepfercht – samt Hausfrau.
In Wohnungen modernen Zuschnitts avanciert sie wieder zum
Lebensmittelpunkt.
Jamie Oliver oder Tim Mälzer sind zweifelsohne Wegbereiter
dieser Entwicklung, indem sie in telegenen Fernsehküchen ein
neues Savoir Vivre zelebrieren. Der Mensch versammelt sich
wieder um die Feuerstelle (Sie kennen den Kücheneffekt bei
langweiligen Partys?) und spätestens seit dem Kochshow-Hype ist
die Küchenzeile endgültig zum Statussymbol mutiert. Zwar werden
Haushalte immer kleiner, Esstische und Pfefferstreuer aber immer
länger und Kühlschranke vermutlich bald begehbar...
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Gorenje treibt diesen Trend auf die
Spitze: 3.500 edle Swarovski-Kristalle prangen auf einem
Kühlschrank für 1.845 Euro. Der slowenische Weißwarenhersteller
wirbt exzentrisch: "Der Traum aller Frauen. Außer, dass er mehr
Juwelen hat." Nun, Energieeffizienzklasse A+ hat das Ding auch.
Damit schaffte es das Gorenje-Swarovski-Schmuckstück in eines
der 72 "Christmas Royale 07"-Schaufenster des exklusiven
Londoner Kaufhauses Harrods. Aber auch wenn Weihnachen schon
vorbei ist – warum im neuen Jahr nicht mal einen Kühlschrank
verschenken? Schmuck und gekühlten Champagner inklusive.
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Dank dieser ungewöhnlichen Verbindungen
gewinnt Gorenje nicht nur Auszeichnungen wie den renommierten
"red dot design award", sondern auch Marktanteile: Das
Traditionsunternehmen aus Slowenien ist auf Expansionskurs und
zählt bereits zu den "G8" in Europa!
Querdenk-Chance
Renate Künast beschwert sich darüber, dass die Deutschen die
billigsten Lebensmittel in den teuersten Küchen zubereiten. Und
laut dem "Complete Kitchen Living"“-Report von Ikea nutzt nur
ein Viertel der Befragten die Küche ausschließlich zum Kochen.
Weil also in modernen Wohnküchen auch gearbeitet und gelebt
wird, gelten für das Interieur die gleichen Ansprüche wie an ein
Wohnzimmer. Gorenje hat diesen Trend erkannt und die Meßlatte
hoch gelegt. Denn gleichgültig, ob ein Markt gesättigt ist oder
wächst – glamouröse Ideen schaden nie! Und eine clevere Mix-It
Strategie kann der Schlüssel zum Erfolg sein.
Querdenk-Update
Schönheit zum Essen
(Beratungsletter 10/2006)
Schönheit plus Lebensmittel - auch Beauty Food genannt - ist
ein Trend, der sich international immer mehr durchsetzt. Dabei
handelt es sich um eine Vermengung von Nahrungsmitteln mit
kosmetischen Inhaltsstoffen. Schönheit von Innen sozusagen.
Wir wollen Ihnen hier ein paar Beispiele vorstellen, wie
Unternehmen mit diesem Mix-It Ansatz wirkliche
Innovationen – und damit neue Märkte – geschaffen haben:
Borba Skin Balance Water – Gesichtspflege zum Trinken.
Drei Formeln gegen trockene Haut, Erwachsenen-Akne und
Fältchenbildung. Die Idee dazu stammt übrigens von Scott
Vincent Borba, der auch bei "e.l.f. cosmetics" (siehe
Beratungsletter Dezember 2005) mitmischte. 34 Dollar fürs
12er-Päckchen.
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L'eau Bronzante – Wasser, das die Hautbräunung verstärkt.
Von einem französischen Biotechnologieunternehmen entwickelt,
sorgt es mit Aloe Vera, Vitamin Q10 und Beta Karotin für eine
gleichmäßige Bräune und schützt gegen UVA Strahlen.
Eiwa Collagen Marshmallows – Ob Blaubeer-, Kirsch- oder
Grapefruitgeschmack, jedes Marshmallow enthält 300mg Collagen.
Schlauchbootlippen auch ohne aufspritzen? Vielleicht
funktioniert es ja....
Fuwarinka – Ein Kaugummi, der die Haut nach Rosen- oder
Zitronenaroma duften lässt. Hält bis zu 6 Stunden nach dem
Genuss. Verrücktes Japan!
Mix-It kann auch hervorragend als Kooperation funktionieren, wie die folgenden
Beispiele zeigen:
Innéov – Eine Kooperation zwischen Nestlé & L'Oréal,
die Nahrungsergänzungspillen für Hautaufbau, Hautdichte und
gesunde Bräunung entwickelt hat. Vor dem Sonnenbaden einnehmen!
Body Style Water – Hier arbeiten Coca Cola und der
Kosmetikhersteller Shiseido zusammen. Das Ergebnis: ein
Erfrischungsgetränk mit fettreduzierenden Aromen.
Querdenk-Chance
Die Wirkung dieser Mittelchen wagen wir hier nicht zu
beurteilen. Aber von cleverem Geschäftssinn zeugen diese
Symbiosen aus Beauty & Food allemal – und nach bitterer Medizin
werden sie bestimmt nicht schmecken...
Querdenk-Update
Vapiano
(Beratungsletter 7/2006)
Vapiano – eine ungewöhnliche Kombination: extrem gestylte und dennoch günstige
Selbstbedienungsrestaurants, die derzeit in zahlreichen deutschen Großstädte
neu eröffnen. Und das, obwohl die Gastronomiebranche
insbesondere in Deutschland über die geringe
Konsumbereitschaft klagt. Doch statt ideenlos auf bessere Zeiten zu
hoffen, verfolgt Vapiano eine erfolgreiche Mix-It-Strategie!
Einerseits handelt es sich bei Vapiano um
Selbstbedienungsrestaurants mit günstigen Gerichten ab 5 Euro.
Aber andererseits ist Vapiano kein McPasta. Statt Plastikdesign
gibt es mediterranes Ambiente, das von dem Südtiroler
Stardesigner Matteo Thun gestaltet wurde.
Egal ob Pasta oder Salate, alles wird
frisch vor den Augen der Kundschaft zubereitet. Und wer das Warten vorm Pizzaofen
nicht so spannend findet, bekommt einen Sender, der
blinkt und vibriert, wenn die Pizza fertig ist.
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Die Idee stammt von Unternehmensgründer Mark Korzilius, der "nur
ehrlich gekochte Nudeln essen und dabei nicht über den Tisch
gezogen werden will". Auch in der Personalauswahl geht
man ungewöhnliche Wege: Vapiano rekurtiert
seine Köche bewusst aus Gastro-fremden Branchen.
Da die Rezepte normiert sind, braucht man keine selbstverliebten Kochkünstler - ganz im Gegenteil: "Die Gäste sollen sich darauf verlassen können, ihr
Lieblingsgericht in jeder Vapiano-Dependance zu bekommen, wie
sie es kennen."
Zehn Filialen gibt es derzeit, ein gutes Dutzend
sollen noch dieses Jahr in Europa und Übersee eröffnet werden.
Eine unglaubliche Entwicklung, nur vier Jahre nach der Gründung anno
2002!
Querdenk-Chance
Als Vapiano gegründet wurde, waren sich die selbsternannten Experten schnell einig:
Diese Geschäftsidee wird scheitern! Die Gäste wollen sich
nicht ihr Essen auf einem Tablett holen und
anschließend mit Fremden an einem Tisch sitzen. Sie wollen nicht an einer
Kochstation anstehen...
Wie wir dieses Geschwätz der professionellen Schwarzseher hassen - und wie sehr wir Menschen schätzen, die
einfach nicht akzeptieren, was diese Bedenkenträger für
möglich und unmöglich halten. Unser
Fazit nach unserem Test des Frankfurter Restaurants: Bravo Vapiano!
Querdenk-Update
Zahlungskräftige Segmente erobern: eq-Life
(Beratungsletter 8/2005)
Was haben ein MP3-Player und
Ringelblumensalbe gemeinsam? Eher wenig. Es sei denn, beides
liegt zufällig nebeneinander auf dem Küchentisch – oder aber man
kann beides im gleichen Geschäft kaufen. Ein eben solches
Geschäft gibt es seit kurzem in Minneapolis:
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BestBuy, die amerikanische
Elektrohandelskette, hat dort einen Elektrofachmarkt eröffnet,
der mit einer Apotheke und einer Wellness-Oase kombiniert wurde.
Das Konzept nennt sich "eq life" und bietet alles zum Thema
Gesundheit, sowie medizinische und technische Produkte: Von
Blutdruckmessgeräten, die sich an Laptops anschließen lassen,
aromatherapeutischen Massageölen über Yoga Kurse und MP3-Player
mit entspannendem Wellenrauschen bis hin zur Diät- oder
Diabetes-Sprechstunde.
In
dieser Wohlfühlatmosphäre kann man sich zudem von Fachleuten der
Partnerunternehmen Park Nicollet Health Services und
PrairieStone Pharmacy über Stress Management, Ernährung und
Krebsvorsorge beraten lassen. Und wem das noch nicht genug
Wohlbefinden vermittelt hat, der relaxt danach im luxuriösen Spa.
Eq life verbindet so unterschiedliche Branchen wie
Elektrofachmarkt, Apotheke und Wellness-Oase, weil man eine
wichtige Gemeinsamkeit erkannte: die gleiche Zielgruppe. Kunden,
die bereit sind, sowohl in ihre Gesundheit als auch in
technische Qualitätsprodukte zu investieren. Was also liegt
näher, als dieses miteinander zu kombinieren?
Querdenk-Chance
Bei dem Prinzip MIX-IT geht es nicht um das gedankenlose Mixen
von verschiedenen Leistungsangeboten. Es geht vielmehr darum,
mit einer klaren strategischen Absicht und einem genauen Blick
auf die vorhandene (oder aber angestrebte Zielgruppe) ein
einzigartiges Angebot zu schaffen, das einen klaren Nutzen für
diese Kunden hat.
Verknüpfen SIE Leistungsangebote unterschiedlicher Branchen
miteinander, die es in dieser Kombination bis dato noch nicht
gab! Das Beispiel von BestBuy zeigt, dass der Phantasie bei der
Anwendung des Mix-it-Konzeptes keine Grenzen gesetzt sind.
Querdenk-Update
Cleanicum: Wasch - Salon - Lounge
(Beratungsletter 1/2005)
Waschsalons verfügen in etwa über den
gleichen Charme wie Buswartehallen. Bis dato ein Angebot, das
Kunden weder durch Innovationskraft noch durch Lifestyle
begeistern konnte. Man geht hin, weil man dort seine Kleidung
wäscht und nicht, um einen schönen Abend zu verbringen.
Das Cleanicum-Team Dirk Martens, Yvonne Moors und Sascha
Franczak zeigt, wie man durch das Infragestellen von
Branchenkonventionen aus einem muffigen Waschsalon eine kultige
Institution machen kann. Der Kerngedanke dahinter ist das
Prinzip Mix-It! Eine Bindestrich-Innovation aus Waschsalon,
Lounge und Internetcafe.
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Waschsalon: Das Cleanicum verfügt
über top-geflegte Waschmaschinen und Trockner der Firma Miele,
die nach den neuesten technischen und ökologischen Standards
arbeiten. Es gibt spezielle Antiallergiker-Waschmaschinen und
natürlich biologisch abbaubares Waschpulver.
Lounge: In der gemütlichen Lounge mit roten Ledersofas
vergeht die Zeit zwischen Waschen und Zusammenlegen wie im Flug.
Hier kann man bei einem Milchkaffee gemütlich die aktuellen
Tageszeitungen lesen, neue Leute kennen lernen, oder einfach zu
relaxter Musik die wechselnden Kunstinstallationen betrachten.
Abends kann man an der Bar einen Drink zu sich nehmen und nach
einem anstrengenden Tag die Seele baumeln lassen.
Internet-Cafe: Damit man die Waschzeit sinnvoll nutzen
kann, stehen im Internetcafé des Cleanicums zwölf Computer mit
Internetzugang zur Verfügung.
Mix-It: Aus einem muffigen Waschsalon kann plötzlich eine
kultiger Szenetreff werden. Im Cleanicum wird eben nicht nur
gewaschen: Hier trifft man sich mit Freunden, surft im Internet,
trinkt, isst, schaut sich Kunst an oder liest gemütlich die
Zeitung - und sauber Wäsche hat man hinterher auch noch - wenn
man will.
Querdenk-Chance
Mix-It als verrückte Idee oder Erfolgsgrundlage? Die
Besucherzahlen sprechen für sich, denn die steigen
kontinuierlich. Etwa 55 Prozent der Einnahmen erzielt die Bar,
40 Prozent der Waschbetrieb, der Rest kommt durchs Internet
herein. Events sorgen für zusätzliche Aufmerksamkeit: von der
Modenschau bis zum "Aktionstag Waschen für Menschenrechte",
deren Erlös Amnesty International zuging.
Wichtig auch hier: Achten Sie bei der Bindestrich-Innovation
darauf, dass aus der Kombination verschiedener Branchen (hier:
Waschsalon, Lounge und Internetcafe) auch tatsächlich ein
zusätzlicher Nutzen für den Kunden entsteht. Ansonsten mag die
Idee zwar "cool" sein, wird aber nie über den Rang eines
"Gimmicks" hinauskommen und Sie erfolgreich machen.
Querdenk-Update
Library Hotel in New York
(Beratungsletter 11/2004)
In einem Hotel der Kategorie 4 oder 5
Sterne sind hohe Qualitätsstandards und guter Service schlicht
selbstverständlich. Hinzu kommt in vielen Städten ein
Überangebot an Hotelkapazitäten mit der fatalen Folge, dass
Kunden immer stärker über den Preis entscheiden. Dies ist die
Chance für Business-Querdenker. "Mix-It", so heißt die
Strategie. "Mit welcher anderen Branche könnte man ein Hotel
verknüpfen", so die Kernfrage.
Eine gute Antwort darauf ist das Library Hotel in New York: Das
Hotel ist zugleich auch eine Bibliothek - oder anders
ausgedrückt: eine Bibliothek, die gleichzeitig auch Hotel ist.
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Der Reading-Room (Foto: www.libraryhotel.com) |
Das Library Hotel in New Yorks Madison
Avenue, Ecke 41st Street, ist das erste Hotel der Welt, in dem
sich alles nur ums Lesen dreht. Jedes Stockwerk dieses
Luxushotels ist einer unterschiedlichen Fachrichtung gewidmet
und die einzelnen Zimmer sind mit Büchern und Kunstwerken zum
entsprechenden Themengebiet ausgestattet. Insgesamt hat die
Hotelleitung rund 6.000 Bücher erworben und auf 60 Zimmer
verteilt.
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Der Love-Room (Foto:
www.libraryhotel.com) |
Damit aber auch der Gast das ihm genehme
Zimmer findet, wurden den zwölf Etagen des Hotels verschiedene
Interessenbereiche zugeordnet. Ganz so wie in einer Bibliothek.
Neben "Sozialwissenschaften" gibt es die Sparten "Sprachen",
"Mathematik und Naturwissenschaften", "Technologie", "Künste",
"Literatur", "Geschichte", "Allgemeinwissen", "Philosophie" und
"Religion". Jedes einzelne Zimmer wiederum beherbergt Bücher aus
einem Unterbereich dieser Wissenssparten.
Aber nicht nur im Hotelzimmer und der Lobby findet der Gast
Lektüre: Auch ein Mahagoni-getäfelter Leseraum lädt zum
Schmökern ein, ebenso wie der gemütliche Wintergarten ("Poetry
Garden") unterm Dach, der "Writers Den" genannte Raum mit
Ohrensesseln und offenem Kamin, sowie der Frühstücksraum, in dem
hohe Bücherregale stehen und Zeitungen ausliegen. Den ganzen Tag
über kann dort getrunken, gegessen - und natürlich auch gelesen
werden.
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Der Writers-Den (Foto:
www.libraryhotel.com) |
Die Idee für das Library Hotel kam dem
Hotelbesitzer Henry Kallan, als er nach dem Kauf eines
zwölfstöckigen Gebäudes, das er in ein Hotel umwandeln wollte,
durch die umliegenden Straßen schlenderte und nach wenigen
Schritten auf die New York Public Library stieß und einige
Straßenblocks weiter an der Pierpont Morgan Library vorbeikam.
Querdenk-Chance
In unserer Gesellschaft existiert alles, was wir uns vorstellen
können, bereits im Überfluss. Deshalb ist es die natürliche
Reaktion von Menschen, nach etwas zu suchen, das einfach anders
ist. Etwas, das aus der Menge heraussticht, etwas, das sie so
nicht erwartet hätten. Und genau das erreicht das Mix-It
Prinzip. Je verrückter die Kombinationen, desto einzigartiger
das Ergebnis und desto größer die Attraktivität für die Kunden!
Und noch etwas: Einzigartigkeit durch Bindestrich-Innovation
macht sich bezahlt: Die Zimmer im Library Hotel kosten zwischen
315 und 800 Dollar.
Querdenk-Update
Anwaltskanzlei im Coffeeshop
(Beratungsletter 6/2005)
Stellen Sie sich vor, Sie fahren durch die
Strassen von Los Angeles und kommen am "Legal Grind" Café
vorbei: Einem Coffeeshop, der mit dem Slogan "Coffee & Counsel"
also "Kaffee und Rechtsberatung" wirbt. Das Menü listet die
Angebote auf: Testament 125 Dollar; Scheidung 350 Dollar ...
Ihr erster Gedanke: Das ist wohl ein Witz! Ist es aber nicht. Es
ist ein cleveres Beispiel für den Querdenk-Ansatz Mix-It:
Rechtliche Beratung und Unterstützung zu standardisierten
Preisen bei Kaffee und Muffins.
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Herzlich willkommen in der
außergewöhnlichen Bindestrich-Innovation von Jeff Hughes, einem
Anwalt aus Los Angeles. Seine Mix-It Vision: "Ich wollte einen
Ort schaffen, an dem Anwälte auch ganz normalen Leuten schnell
und vor allem unkompliziert zur Verfügung stehen. Das Cafe nimmt
die Spannung aus den Leuten; sie können hier einfach
reinspazieren - selbst wenn sie kein juristisches Problem
haben."
Und so ist das Gespräch zwischen Anwalt und Klienten nicht nur
ganz entspannt im Coffeeshop – es ist auch noch konkurrenzlos
billig: Die unverbindliche Beratung, die je nach Fall 15 bis 30
Minuten dauert, kostet 25 Dollar - unbegrenzter Kaffee ist im
Preis inbegriffen.
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An der Wand im Legal Café hängt das Menü
("Coffee and Counsel") mit Preisen für die einzelnen Leistungen:
So kostet beispielsweise ein Testament 125 Dollar, eine
anwaltliche Bankrotterklärung 350 Dollar, eine Namensänderung
200 Dollar und ein Eintrag in das Handelsregister 500 Dollar.
Querdenk-Chance
Wie das Beispiel zeigt, ist der Markt für Rechtsberatung nicht
nur in den USA reif für Innovationen. Inzwischen arbeiten rund
30 Anwälte nach dem Konzept von "Coffee & Counsel" zusammen. Es
gibt Experten für Familien-, Arbeits- und Mietrecht, für
Einwanderung, Steuern, Unfälle, Schmerzensgeld und Insolvenzen.
"Das ist etwas Neues, man kommt in einer angenehmen Atmosphäre
zusammen, die Leute sind viel entspannter als in einem Büro. Und
ich finde hier neue Klienten," so Keith F. Simpson. Etwa jedes
zweite seiner Beratungsgespräche führt zu einem Mandat. Dabei
sind alle angeschlossenen Anwälte seriöse Vertreter ihres
Faches. Das Café dient sozusagen als anwaltlicher Kontakthof und
reduziert die Hemmschwelle, juristische Beratung zu suchen.
Wie man an diesem Beispiel sieht, eignen sich gerade
traditionsreiche Branchen ganz besonders für
Bindestrich-Innovationen a la Mix-It! Achten Sie auf Sätze wie
diese: "Das ist in unserer Branche nun mal so!", "Das haben wir
schon immer so gemacht!", "Wo kämen wir denn da hin, wenn das
jeder machen würde?!"
Wenn Sie in Ihrer Branche solche Aussagen schon seit Jahrzehnten
hören, sollten Sie den Angriff wagen: Die Chancen mit Mix-It
Bindestrich-Innovationen etwas radikal Neues und Interessantes
zu schaffen, stehen wahrscheinlich sehr gut!
Querdenk-Update
Babette's: Spice & Books for Cooks
(Beratungsletter)
"Mit
über 1.000 Kochbüchern aus aller Welt, den Düften aus der
reichhaltigen Gewürz- und Kräutertheke, Kostproben aus unserer
Testküche und einem dezenten kommunikativen Ambiente lädt Babette's zu einer neuen sinnlichen Erfahrung ein. Lassen Sie
sich zum Verweilen und zum Genießen verführen!"
So beschriebt sich Babette's, eine auf Kochbücher spezialisierte
Buchhandlung in der Nähe des Wiener Naschmarktes.
Babette’s ist eine typische Bindestrich-Innovation. Neben
Kochbüchern gibt es bei Barbette’s nämlich auch … etwas zu
essen. Mix-It: Man hat Buchhandlung, Gewürztheke und Schauküche
miteinander fusioniert und bietet den Gästen täglich ein
wechselndes Menü. Zudem finden auch Kochkurse und Kochevents
statt.
Hinter Babette’s – und natürlich auch hinter dem Ladentisch und
am Herd – stehen Nathalie Pernstich und Silke Huala. Gemeinsam
sind sie Unternehmerinnen, Köchinnen, Künstlerinnen, Bibliophile
und vor allem Genießerinnen. Die Idee für Babette’s entstand aus
ihrer Leidenschaft für das Kochen, für Bücher, für Gewürze, für
das gute Essen als Ausdruck der Freuden des Lebens. Und aus der
Meinung, dass sich Wien mit seinen Hobbyköchen und
Naschmarktfans solch einen Laden längst verdient hat.
Querdenk-Chance
Mix-It erscheint einfach, wenn man gute Beispiele sieht und
hört; aber schwer, wenn man versucht, es für das eigene
Unternehmen umzusetzen. Sofort springen einem 100
Gründe in den Kopf, weshalb es gerade in der eigenen Branche
nicht funktionieren kann.
Nicht von ungefähr sind die erfolgreichsten Mix-It Praktiker oft
Branchenneulinge, die weder Berührungsängste noch Denkblockaden
haben: Auch die Inhaberinnern von Babette's sind weder gelernte
Köchinnen noch Buchhändlerinnen: Nathalie Pernstich hat eine
Ausbildung zum IT-Consultant und Silke Huala hat Malerei und
bildnerische Erziehung studiert .
Vielleicht war es ja gerade der Quereinstieg, der die Bindestrich-
Innovation ermöglicht hat. Lassen Sie dies aber nicht als
Ausrede für sich gelten - bitte!
Querdenk-Update
Hiscox Art Bar: Versicherung & Bar
(Beratungsletter)
Mix-It: In London erfunden und getestet
und dann erfolgreich nach München transferiert: Eine
Bindestrich-Innovation aus Bar, Versicherung und
Kunstausstellung.
Hiscox ist ein britischer
Spezialversicherer für Kunst, Antiquitäten und klassische
Automobile. Seit einiger Zeit schon betreibt das Unternehmen in
London sein "Hiscox Art Cafe", das sich inzwischen zur wichtigen
Plattform innerhalb der britischen Kunstszene entwickelt hat.
Hiscox versichert nicht nur Kunst, das Unternehmen lebt sie
auch. Und so positioniert sich die Bar nicht so sehr als
Versicherungs-Verkaufsbüro als vielmehr als Kunst- und
Genuss-Treffpunkt.
Nach dem Londoner Vorbild, sollen auch in
München Kunden und Versicherer zusammenkommen. Die Münchner "Hiscox
Art Bar" wird von dem Gastronom Bernd Ziegler betrieben und
befindet sich im selben Gebäude wie die Niederlassung der
Versicherung. Gemeinsam wollen beide auch in der Münchner
Innenstadt Konventionen brechen: Mix-It: Anspruchsvolle Kunst
und Lifestyle begleiten After Work und Nightlife. Das alles
unter dem Dach der Versicherung, die Kunst nicht nur liebt,
sondern vor allem auch versichert.
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