Wie Sie mehr Bücher lesen — jede Menge mehr

Wir sind mit einem Virus infiziert. Und es geht uns blendend damit. In den siebziger Jahren kamen wir erstmals mit dem Virus in Kontakt. Angesteckt haben uns Astrid Lindgren, Otfried Preußler, Michael Ende und andere Überträger.

Der Virus heißt Leidenschaft fürs Lesen.

Seitdem haben sich zwar unsere Lesegewohnheiten und Lieblingsautoren geändert, aber die Leidenschaft ist unverändert. Natürlich spielt es auch eine Rolle, dass wir selbst seit fünfzehn Jahren Bücher schreiben. Das hat unsere Wahrnehmung geschärft. Ein gutes Buch zu schreiben ist nicht nur eine Kunst, sondern auch ein anspruchsvolles Handwerk.

Oft werden wir gefragt: Wie schafft ihr das, so viel zu lesen? Was ist euer Trick? Kennt ihr eine Schnelllesemethode – oder wie macht man das? Die simple Wahrheit ist: Wir haben kein Trick, um die vielen Bücher, die wir lesen, schneller zu inhalieren. Tatsächlich lesen wir beide recht langsam. Und das in voller Absicht, um uns Notizen zu machen, die wir dann in Evernote sammeln.

Also, wie gehen wir vor? Eigentlich genauso wie es mit dem Frühstück, dem Zähneputzen oder der Zeit für Sport und andere Hobbies funktioniert: Wir haben es zur Gewohnheit gemacht.

Wenn Sie auch Lust haben, mehr zu lesen, könnten Ihnen diese Ideen helfen:

1. Lesen Sie überall

Egal wo wir hingehen, wir haben immer ein Buch dabei – ob nun in der Printausgabe oder in elektronischer Form. Machen Sie es genauso. Wenn Sie ein bisschen (Warte)Zeit haben, lesen Sie. Nutzen Sie die Zeit, bis der Zug kommt, das Meeting beginnt, ihr Gesprächspartner erscheint oder die Pause vorbei ist. Lesesäle erster Klasse sind für uns die Bahn und das Flugzeug. So läßt sich die Reisezeit wirklich gut nutzen. Und ehrlich: Bordmagazine sind eine Lektüre, die ähnlich nahrhaft ist wie das Telefonbuch von Heidelberg.

2. Legen Sie sich eine Liste an

Wer Kunde bei Amazon ist, kann sich per Wunschzettel eine Liste der Bücher anlegen, die er lesen möchte. Aber es kann auch ein einfaches Word-Dokument oder eine Notiz-App sein, auf der Sie sich immer mal wieder einen Buchtitel notieren, über den Sie gelesen haben oder der Ihnen empfohlen wurde. Wichtig ist es, Zettelwirtschaft zu vermeiden und die Leseliste an einem Ort zu haben.

3. Lesen Sie mit den Ohren

Viele Bücher gibt es auch als Audioversion. Hörbücher sind eine fantastische Alternative, wenn es gerade nicht möglich ist, ein Buch in die Hand zu nehmen – beispielsweise beim Autofahren. Übrigens: Audible können Sie einen Monat lang kostenlos testen.

4. Setzen Sie sich Ziele

Sich ein regelmäßiges Leseziel zu setzen, ist ebenfalls ein guter Trick, der dabei hilft, dicke Bücher in kleinere Teile aufzusplitten. Ein Buch mit 400 oder mehr Seiten kann einschüchtern. Deshalb ist unsere Empfehlung: Setzen Sie sich ein Leseziel – beispielsweise 20 Seiten pro Tag zu lesen. Oder täglich eine halbe Stunde zu lesen. In der Bahn. Auf dem Weg zur Arbeit. In der Mittagspause. Auf dem Nachhauseweg. Vor dem Einschlafen. Wann immer es für Sie am besten passt.

5. Vermeiden Sie Multitasking

Peter ist überzeugter Ein-Buch-Leser. Seine Regel: Nicht mehrere Bücher parallel lesen, sondern ein Buch nach dem anderen.

6. Fahren Sie mehrgleisig

Anja mag diesen Weg lieber: Verschiedene Bücher an verschiedenen Plätzen im Haus. Sie findet, dass es ihren Geist frisch hält. Fazit: Ob ein- oder mehrgleisig – es gibt kein richtig oder falsch.

7. Lesen Sie das, worauf Sie Lust haben

Es ist selten eine gute Idee, ein Buch aufzuschlagen, weil „man“ das gelesen haben muß. Oder weil es trendy ist, diesen Autoren auf seinem Schreib- oder Nachttisch liegen zu haben. Unsere Empfehlung: Investieren Sie keine quälende Lesearbeit in ein Buch, dessen Lektüre Sie nicht die Bohne interessiert – Sie aber beim nächsten Networking-Event oder der nächsten Party glänzen lässt.

 8. Machen Sie Schluß

Früher waren wir stolz, dass wir jedes Buch zu Ende gelesen haben, das wir uns gekauft haben. Heute halten wir das für eine schlechte Strategie. Das Leben ist zu kurz, um es in Bücher zu investieren, die bestenfalls „ganz nett“ sind. Es gibt so viele wirklich gute Bücher, die nur darauf warten, gelesen zu werden. Wenn es einem Buch nicht gelingt, uns im ersten Drittel zu überzeugen, legen wir es weg. Adios und tschüss.

Haben wir Ihre Leselust geweckt? Dann sollten Sie einen Blick auf unsere Website „Die 99 besten Wirtschaftsbücher“ werfen. Ergänzend dazu haben wir in der letzten Zeit die folgenden Bücher gelesen, die uns gut gefallen haben: Executive Modus, Silicon Germany, Die spinnen die Jungen, Creativity Inc., The Upstarts, The 5-Hour-Workday, und Mach, was du willst.

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