DRINGEND! – WICHTIG! – EILT!

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Wenn wir E-Mails mit solchen Betreffzeilen, mit roten Fähnchen und jede Menge Ausrufezeichen bekommen, dann freuen wir uns nicht, mal wieder vom Absender zu hören, sondern dann ärgern wir uns. Oder fühlen uns unter Druck.

Dazu kommen die Anrufe von Kunden, die „in der nächsten Stunde noch“ einen Rückruf brauchen, die Zettel des Chefs im Fach, der „sofort“ eine Rückmeldung will, die Wünsche von Kollegen, diese Kleinigkeit bitte auch noch dazwischenzuschieben, oder die Erwartungen unbekannter Anrufer, wenn nicht sofort, dann spätestens in einer Minute bedient zu werden.

Das Gefühl, das sich dabei einstellt:
Ich habe viel zu viel zu tun!
Alle zerren an mir!
Mir wachsen die To-Dos über den Kopf! Es ist zuviel!
Egal, was ich mache: Ich komme mit dieser Informationsflut einfach nicht zurecht!

Informationsflut?

Unsere Überzeugung: Es gibt keine Informationsflut!
Das Problem ist weniger, dass zu viele Anforderungen und Informationen täglich auf uns einprasseln – sondern vielmehr, dass wir die Macht über unsere Zeit preisgegeben haben!

Lesen Sie doch einfach mal zwischen den Zeilen: Was bedeutet eine Betreffzeile mit dem Wörtchen „SOFORT“ eigentlich? – Gemeint ist in Wahrheit: „Ich weiß besser als du, was jetzt wichtig ist und was nicht. Ich weiß besser als du, wem du deine Aufmerksamkeit schenken musst.“

In Wahrheit ist die Dringlichkeit ein Machtanspruch. Jemand will Macht über Ihre Zeit und die Reihenfolge Ihrer Aufgaben ausüben. Und zwar alleine aus dem Grund, mit seinem Anspruch in der Reihenfolge nach oben zu rutschen. Der Druck, den Sie spüren, hat überhaupt nichts damit zu tun, dass Sie nicht in der Lage wären, die auf sie einprasselnden Informationen in die richtige Prioritätenfolge zu bringen. Das können Sie nämlich locker!

Wenn unser Gehirn die vielen Informationen wirklich nicht ertragen könnte, müssten wir bei jedem Spaziergang im Wald, bei jedem Besuch eines Shoppingcenters oder auf jeder belebten Straße unter der Informationsflut zusammenbrechen! Aber das tun wir ja nicht …

Die schiere Masse an Informationen ist also nicht das Problem. Sondern die Tatsache, dass wir nicht selbst entscheiden, wann was unsere Aufmerksamkeit bekommt.

Wenn ich ein Zimmer tapeziere, ist die Antwort auf die Frage „Was ist das wichtigste, das ich jetzt tun kann?“ recht einfach. Wenn der Kleister fertig gequollen und bereit zum Auftrag ist, wird er nun mal eben aufgetragen. Klare Sache. Da gibt es nichts zu diskutieren, priorisieren, dazwischen- oder aufzuschieben. Ganz anders bei den Menschen, die mit Ideen, Wissen, Konzepten arbeiten. Peter Drucker hat gesagt: „Die wichtigste Aufgabe eines Wissensarbeiters ist, seine Arbeit zu definieren und sich immer wieder bewusst zu werden, was tatsächlich Aufmerksamkeit verlangt – und was nicht.“

Deshalb: Zeitmanagement ist eigentlich nur eine Machtfrage.
Und: wir haben viel mehr Macht, als wir glauben.

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