Das große TROTZDEM!

Mutter T

Der neue Vorort „Salt Lake“ hat mega moderne Bürohochhäuser, in denen junge, nach der neuesten Mode gekleidete Menschen bei IT-Firmen oder in Call-Centern arbeiten. Und gleichzeitig gibt es noch Laufrikschas, nicht von einem Fahrrad gezogen, sondern von Menschen – meist sogar barfuss.

Wir waren im Januar in Kalkutta – eine Stadt der Gegensätze. Was uns besonders beeindruckt hat: Das Armenhaus von Mutter Teresa, das „Motherhouse“, in dem sie sich 45 Jahre lang mit ihren Ordensschwestern um die Ärmsten der Armen gekümmert hat. Obwohl es für den öffentlichen Verkehr an diesem Tag geschlossen war, durften wir uns ein wenig umsehen. Für uns war dieses Haus, in dem sich die Schwestern mit Bescheidenheit und Großherzigkeit in den Dienst der Sache stellen, der beeindruckendste Ort in ganz Kalkutta.

Was wir nie gedacht hätten: Mutter Teresa hatte jede Menge Feinde! Man wirft ihr noch heute vor, das Bild von Kalkutta beschmutzt zu haben, die Armen von Hilfe abhängig gemacht zu haben. Kranke falsch behandelt, Hilfsgelder an den Vatikan weitergeleitet und den Kontakt zu reichen Spendern nur zur Eigen-PR genutzt zu haben.

Von den heftigen Anschuldigungen ließ sie sich jedoch nie einschüchtern. Sie, so entgegnete sie immer wieder, sei keine Politikerin und habe keine Zeit, über große Programme nachzudenken. Aber ganz zuletzt hat sie auf all die Vorwürfe dann doch noch geantwortet – auf ihre Art. An die Wand ihres Kinderheims in Kalkutta ließ sie diesen Spruch eingravieren:

„Wenn Du Gutes tust, werden die Leute Dich beschuldigen, Du hättest eigennützige Hintergedanken. TU TROTZDEM GUTES.

Wenn Du erfolgreich bist, gewinnst Du falsche Freunde und echte Feinde. SEI TROTZDEM ERFOLGREICH.

Wenn Du offen und ehrlich bist, kann es sein, dass Dich Menschen betrügen. SEI TROTZDEM OFFEN UND EHRLICH.

Was Du jahrelang aufbaust, kann über Nacht zerstört werden. BAU ES TROTZDEM AUF.“

Genau so ist es! – Sobald wir unser Ding machen, das durchziehen, was uns wichtig ist, werden sich Neider, Nörgler und Missgönner in den Weg stellen. Niemand bleibt davon verschont. Auch kein Friedensnobelpreisträger!

Aber dann haben wir nur eine einzige Wahl: Das große TROTZDEM.

Machen Sie Ihr Ding. Trotzdem!

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