Krise ist ein produktiver Zustand

Krise, Leben, Kündigung, Mensch, Arbeitsplatz, Entscheidungen, Anja Förster, Peter Kreuz,
Friedrich Nietzsche schreibt in seiner „Götzendämmerung“: „Hat man sein Warum des Lebens, so verträgt man sich fast mit jedem Wie.“ Und das bedeutet im Umkehrschluss: Wer kein Warum hat, der hadert mit seinem Leben, ist unzufrieden in seinem Job. Selbst wenn er so viel Geld verdient. Selbst wenn alle anderen ihn für erfolgreich halten.

Abhanden kommt der Sinn meist dann, wenn Menschen ihre Fähigkeiten und Ideen trotz vollen Einsatzes nicht verwirklichen können. Wenn es beispielsweise an der Passgenauigkeit zwischen Mensch und Arbeitsplatz mangelt. Doch auch in vielen Fällen fehlt Menschen ganz einfach der Mut, etwas zu verändern. Stattdessen weiterlesen

Wir sind immer ganz „busy“

Wenn Sie möchten, dass andere Sie für einen Top-Performer von hohem Status halten, dann ist das relativ einfach: Sie brauchen einen übervollen Terminkalender. Die Botschaft ist klar und eindeutig: „Ich bin so wichtig, vereinbaren Sie doch einfach mit meiner persönlichen Assistentin den nächsten freien Termin im Jahr 2019.“

Das ist schon ziemlich verrückt: Wir lieben, worunter wir leiden – konstante Geschäftigkeit und Eile sind Statussymbole.

Menschen, die nicht in Eile sind, sind entweder arbeitslos oder unproduktiv oder unbrauchbar. Sie sind nicht agil, nicht alert, nicht aufgestellt, wie man in der Schweiz sagt. Wir messen ihrer Meinung darum unbewusst geringere Bedeutung zu. Wir fragen gar nicht mehr, ob das, was sie zu sagen haben, oder das, was sie machen, vielleicht herausragend gut ist, klug oder vorausschauend, kreativ, originell oder einfach nur schlau. Wenn es nicht schnell geht, kann es nichts Gutes sein … aber das ist ein fataler Irrtum.

Mehr dazu in unserem Buch „Hört auf zu arbeiten!“. Online oder in jeder Buchhandlung.

Viele Wege führen nach Rom – und Ihrer führt ins Glück!

Beste und bessere Wege

Nach der Veranstaltung in Münster trank Peter noch einen Kaffee mit der Führungsmannschaft. Beim Verabschieden stellte er noch kurz die Frage, wie er von dort aus am besten weiter nach Oberhausen fährt.

Sagt der Erste: „Na, über die A43 natürlich. Dann auf die A52. Das ist der beste Weg.”
Sagt der Zweite: „Wieso das denn? Sie sollten die A1 nehmen und dann die A2. So mache ich das immer. Das ist etwas länger, aber viel besser.”
Sagt der Dritte: „Das ist doch Quatsch. Sie müssen die A43 nehmen und dann bei Herne auf die A42 in Richtung Oberhausen. Das ist der richtige Weg.”
Sagt der Erste: „Moment …“

Peter fuhr dann doch lieber der Stimme seines Navi hinterher.

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Warum wir mehr tun sollten, worin wir richtig schlecht sind

foster-jenkins-schlecht

Absolut sehenswert! Mit großem Vergnügen haben wir einen Film gesehen, der einer Frau huldigt, die eine Meisterin des Makels ist und eine Virtuosin des Unvollkommenen. Der Film mit der großartig aufspielenden (und kaum zu überschätzenden) Meryl Streep in der Hauptrolle basiert auf der wahren Geschichte von Florence Foster Jenkins, einer New Yorker Upperclass-Lady, die viel Geld aber kein bisschen Stimme besaß. Dennoch trat sie als Opernsängerin auf – und zwar vor vollbesetzten Reihen!

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Eine irre Verschwendung

Verschwendung, Leben, Routine, Anja Förster, Peter Kreuz

Aufstehen – zur Arbeit fahren – heimfahren – vor dem Fernseher sitzen und sich erholen – schlafen gehen. Und am nächsten Tag geht’s weiter: Aufstehen – arbeiten – ablenken – hinlegen; aufstehen – arbeiten – ablenken – hinlegen – bis zum Wochenende durchhalten – bis zum Urlaub durchhalten – bis zur Rente durchhalten …

Vor lauter Lebensroutine kommt man gar nicht dazu, darüber nachzudenken, wie es anders gehen könnte.

Was für eine irre Verschwendung.
Das Leben ist nicht Verwaltung des Bestehenden, sondern Gestaltung des Möglichen!