Was Kreativität mit Sicherheitszonen & Karokebars zu tun hat

Warum wir alle ein Umfeld brauchen, das Karaoke-Confidence ermöglicht:

Daisuke Inoue hat „eine völlig neuartige Methode entwickelt, den Menschen beizubringen, sich gegenseitig zu tolerieren“ – So der Laudator bei der Preisverleihung des Ig-Nobelpreises für Inoue. Diese Spaßnobelpreise werden jährlich für seltsame wissenschaftliche Errungenschaften verliehen. Inoue erhielt seinen Preis in der Kategorie „Frieden“.

weiterlesen

Wabi-Sabi – Vom Fluch der Perfektion

Neulich sahen wir einen Rednerkollegen auf der Bühne. Sein Vortrag war perfekt ausgearbeitet. Seine Aussprache war wohlartikuliert. Die Pausen waren präzise gesetzt. Da stimmte einfach alles. Ja, der ganze Auftritt von vorne bis hinten, die Kleidung, die Haltung, die Körpersprache. Besser geht’s eigentlich nicht. Wir schauten uns verblüfft an: Uns war klar, der hatte das bis ins Detail perfekt einstudiert. Der war wohl besser als wir.

Aber je länger der Vortrag dauerte, desto mehr schweiften unsere Gedanken ab. Irgendwann merkten wir, dass die Faszination der ersten Minuten verflogen war. Irgendwie war es langweilig geworden. Uns dämmerte: Nein, der war gar nicht besser als wir. Er war nur perfekter.

Welches ästhetische Konzept hinter diesem Gedanken steckt, lesen Sie in unserer aktuellen CAPITAL-Kolumne »hier.

Zeigen Sie doch, was Sie können!

Rezepte - Zeigen Sie doch, was Sie können!

Nein, wir sind keine Fernsekochshow-Fans. Wir haben ja nicht mal einen Fernseher.

Aber immer mal wieder, wenn wir unterwegs sind und im Hotel übernachten, stolpern wir beim Zappen über irgendeine Kochshow. So wie neulich. Und anstatt uns über das vor unseren Augen zelebrierte Forellenfilet-im-Crêpemantel-an-Pastinaken-Kartoffeln zu freuen, dachten wir darüber nach, warum diese Art des Entertainments eigentlich so gut funktioniert. Und was uns daran sogar begeistern könnte.

weiterlesen

Die billigste Ausrede der Welt

austattung-ausrede

Peter ist im Juli mit dem Mountainbike in sechs Etappen über die Alpen gefahren, von Füssen zum Gardasee. Natürlich nicht allein, sondern in einer Gruppe mit 18 Moutainbike-Enthusiasten. Einer davon war lustig: ein Materialfreak! Carbonrahmen, Tubeless Tires, Highend-Carbon-Laufräder mit Keramiklagerung, hydraulischer Dropper Post, Upside-down-Gabel mit 160 Millimeter-Federweg und Alu-Spirgrips am Carbonvorbau … vermutlich hatte der auch pneumatische Carbon-Radlerhosen mit elektronisch gesteuerter Innenbelüftung.

weiterlesen

Picasso am Strand – oder: Wozu arbeiten Sie überhaupt?

Vier-Stunden-Woche

Wir putzen keine Fenster. – Das übernimmt eine Putzfirma.

Wir erstellen unsere Website nicht selbst. – Damit verdient unser Grafiker sein Geld.

Wir schneiden unsere Hecken nicht. – Das macht ein Gärtner.

Wir erledigen unsere Buchhaltung nicht selbst. – Das machen die Mitarbeiter unseres Steuerberaters.

Wir fahren nicht selbst zu unseren Vortragsengagements. – Dafür bezahlen wir die Deutsche Bahn. Oder die Lufthansa. Oder einen Fahrer, wenn es anders nicht praktikabel ist.

weiterlesen

Die Kunst, Äpfel zu kaufen

Warum es keine langweiligen Jobs gibt.

In unseren Vorträgen sprechen wir oft darüber: Tugenden wie Fleiß, Sorgfalt und Zuverlässigkeit sind in so gut wie jedem Markt notwendig, um Erfolg zu haben. Aber sie sind nicht hinreichend! Sie sind nur die Eintrittskarte, um mitspielen zu dürfen. Sie werden einfach vorausgesetzt, aber sie alleine genügen nicht. Was heute darüber hinaus jeder braucht, der vom Wettbewerb nicht verdrängt werden will: Mitarbeiter, die die Initiative ergreifen und mit Engagement und kreativem Denken einen Unterschied machen.

weiterlesen