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Clevere Innovationen für Business Querdenker

Anja Förster und Peter Kreuz sind Business-Querdenker aus Leidenschaft. In ihrem kostenlosen monatlichen Beratungsletter finden Sie die Ergebnisse ihrer weltweiten Recherchen. Kurz und prägnant erfahren Sie,
wie ungewöhnlich erfolgreiche Menschen ihre eigenen Spielregeln schaffen und wie Sie die Erfolgsmethoden dieser genialer Business-Querdenker selbst nachvollziehen können.

Über 15.000 Menschen lesen jeden Monat den Beratungsletter von Förster & Kreuz. Wahrscheinlich auch Ihre Wettbewerber.

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Aktuelle Ausgabe




Wir sind große Fans der "Einfach-mal-die-Klappe-halten"-Methode. Wie das funktioniert? Ganz einfach! Die Klappe halten, den eigenen Kunden zuhören - den Mitarbeitern natürlich auch - und versuchen, herauszufinden, was sie bewegt, welche Ideen und Wünsche sie haben. Wie das bei einer Bank funktioniert und wie der amerikanische Computerhersteller Dell genau dieses Prinzip zum eigenen Vorteil nutzt, können Sie in diesem Beratungsletter lesen.

Frank Bettger, der in den 50er Jahren einer der erfolgreichsten Versicherungsverkäufer Amerikas war, drückte es so aus: "Wir könnten viel gewinnen, wenn wir jeden Morgen Gott bitten würden: Hilf mir, dass ich den Mund halte, bis ich alles Nötige erfahren habe!"

In diesem Sinne 


Alles, außer gewöhnliche Grüße
Anja Förster & Peter Kreuz










Sophia Antipolis, Frankreich: Begleiten Sie uns ins europäische Silicon Valley, wo Hightech-Unternehmen wie SAP, Accenture oder BMW neue Produkte bis zur Serienreife entwickeln. Was uns besonders beeindruckt hat: die einzigartige Mischung aus Wissenschaftszentrum und Business-Park, die hervorragend ausgebildeten Mitarbeiter aus unterschiedlichen Ländern und das äußerst angenehme Arbeitsumfeld mit Sonne, Meer und Urlaubsfeeling.



Dauer: 4:34 Min.

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Ideen der Wettbewerber kopieren - das kann jeder. Clevere Querdenker blicken über die konventionellen Grenzen des Wettbewerbs hinaus und suchen ganz gezielt in vollkommen fremden Branchen nach cleveren Ideen (mehr).

Ubisoft Entertainment – Cleveres Vermarkten von Videospielen

Kaum ist der neue Zeichentrickfilm über den kugelrunden und von Natur aus antriebsschwachen Pandabären Po in den Kinos angelaufen, ist auch schon die Merchandising-Maschinerie in vollem Gang: Bücher, Plüschfiguren, Tassen, T-Shirts, Bettwäsche und vor allem Videospiele.

Wir haben zwar noch keine Kung-Fu-Panda-Platzdeckchen angeschafft und daddeln auch noch nicht mit dem zugehörigen Pandabären-Videospiel. Aber es werden sich genügend Käufer für diese Produkte finden, die mit ihrem Kauf auch einen Großteil der Produktionskosten des Films refinanzieren.

Aber: Die Hackordnung bei der Verwertung von Kinofilmen gilt nicht mehr. Manche Videospiele für PC oder Spielkonsole machen bereits mehr Umsatz als aufwändige Blockbuster. Die Graphik der Spiele ist Trickfilmen längst ebenbürtig, auch die Produktionskosten sind es.

Der amerikanische Videospiel-Hersteller Take Two Interactive etwa landete mit dem Spiel "Grand Theft Auto IV" jüngst einen Megaseller, der bei Jugendlichen auf Anhieb die Bekanntheit von Coca Cola erreichte und in den ersten Wochen über 500 Mio. US-Dollar einspielte. Kaum ein Kinofilm hat das je geschafft.




Ubisoft Entertainment, ein führender Produzent von interaktiven Spielen ("Die Siedler") dreht die klassische Verwertungsrichtung daher komplett um: "Anstatt ein ergänzendes Produkt zu sein, werden wir künftig im Mittelpunkt stehen", kündigt Ubisoft-Chef Yves Guillemot an.

Die Strategie des französischen Konzerns ist klar: Ubisoft will künftig selbst die Einkommensquellen erschließen, die bisher von Filmstudios erschlossen wurden. Im Mittelpunkt steht fortan das Videospiel. Bücher, Filme und TV-Serien werden um die Spiele herum konzipiert. Nicht mehr andersherum!



Der Erfolg dieser Strategie ist schon jetzt absehbar: Der Nettogewinn von Ubisoft schoss im vergangenen Jahr auf knapp 110 Mio. Euro. Das Entwickler-Team soll von rund 60 Angestellten bis 2013 auf 500 Mitarbeiter anwachsen.

Querdenk-Chance

Wir meinen: Ubisoft ist clever, denn das Unternehmen hat verstanden, dass es nicht darum geht, so viele Merchandising-Produkte wie möglich zu entwickeln.

Der springende Punkt ist vielmehr, alle Bestandteile und Kräfteverhältnisse der branchenüblichen Wertschöpfungskette immer wieder zu hinterfragen – und sich dann selbst gegebenenfalls vollkommen neu zu positionieren.

Der Spieleproduzent Ubisoft hat mit dem 360-Grad-Blick von der Filmindustrie gelernt und das eigene Produkt von der Peripherie in den Mittelpunkt gerückt!


Quellen und weiterführende Informationen

>"Ende der Bescheidenheit", Financial Times Deutschland, 02.06.2008
>Homepage Ubisoft Entertainment
>Homepage Grand Theft Auto IV (GTA IV) von Take Two Interactive
>Mehr Beispiele zum 360-Grad-Blick
>Mehr Quergedachtes: ALLES, AUSSER GEWÖHNLICH & DIFFERENT THINKING







Innovation ist kein Prozess, der hinter geschlossenen Unternehmensmauern stattfinden muss. Statt alles selbst zu erfinden, verfolgen Business-Querdenker die Idee der Outside-Innovation: Unternehmensmauern werden geöffnet und Kunden, Anwender, Zulieferer und externe Experten aktiv in die Gestaltung und Entwicklung neuer Produkte integriert: Outside-Innovation!

Dell Idea Storm – Ideen von Kunden herzlich willkommen!


Wie Sie wissen, sind w
ir große Fans der "Einfach-mal-die-Klappe-halten"-Methode. Genau das macht übrigens auch der US-Computerhersteller Dell. Er  sucht aktiv das Feedback und den Ideenreichtum seiner Kunden, um die eigenen Produkte sukzessive zu verbessern.

Um die Vorschläge zu bündeln, hat Dell im Internet die interaktive Plattform "Dell Idea Storm" eingerichtet. Dort können Nutzer ganz unkompliziert Ideen für neue Produkte und Services vorschlagen. Sie können auch Ideen von anderen Nutzern kommentieren und deren Ideen "promoten" (positiv bewerten) oder "demoten" (negativ bewerten).



Durch die Zählung von positiven und negativen Bewertungen schwimmen gute Ideen auf und sind in der Kategorie "Popular Ideas" gesondert abrufbar. Dell gibt auch Feedback, welche Ideen bereits aufgegriffen wurden bzw. in nächster Zeit berücksichtigt werden. Diese Rückkoppelung ist enorm wichtig und zudem vertrauensbildend.

Konkrete Kritik entfacht sich zum Beispiel bei vorinstallierter Software, mit der die Computer vollgeladen seien, auf die Nutzer aber gerne verzichten würden ("Bitte kein AOL!"). Auch wünschen sich viele Open-Source-Software wie Linux, statt ein fixes Microsoft-Betriebssystem samt Internet Explorer und Media Player.



Dell Idea Storm ist eine simple – aber gut umgesetzte – Lösung, um Kunden und Interessierte in die stetige Verbesserung des Angebots einzubinden. Über 9.000 Ideen und konstruktive Kritiken hat das interaktive Forum bereits generiert. Darunter mögen zwar wenig bahnbrechende Innovationen sein, aber doch eine ganze Menge an Dingen, die Dell aufgreifen und verbessern kann.



Querdenk-Chance

Billiger und besser kann man wohl kaum wertvolle Inputs von Kunden erhalten. Ob derbe Kritik oder konstruktive Konzepte – ein offener Dialog mit den Kunden ist extrem wichtig.

Aber um diesen Dialog in Gang zu bringen und vom Input der Menschen zu profitieren, muss der Dialog vom Unternehmen clever gesteuert werden - und dafür ist Dell nach unserer Einschätzung ein sehr gelungenes Beispiel. Eine allgemeine Aufforderung nach dem Motto "Tippen Sie Ihre Kritik oder Ihre Anregungen in dieses graue Kästchen" ist NICHT ausreichend.

Und noch etwas: Die Aufforderung zum Feedback bedeutet natürlich nicht, dass Sie jede Anregung sklavisch genau, entsprechend der Wünsche der Kunden umsetzen müssen. Aber es wäre unklug, auf diesen Input von vornherein zu verzichten und gar nicht danach zu fragen.


Quellen und weiterführende Informationen
>"Die Masse macht's", Brand Eins, 09/07 (pdf)
>Homepage von Dell
>Direkt zum Dell Idea Storm
>Mehr Beispiele zu Outside Innovation
>Mehr Quergedachtes: ALLES, AUSSER GEWÖHNLICH & DIFFERENT THINKING






Guter Service, Lächeltraining für die Mitarbeiter und eine blitzblanke Verkaufsstätte. Das ist alles wichtig, aber nicht mehr als die Eintrittskarte, die zum Mitspielen im globalen Wettbewerb berechtigt. Erfolgreiche Business-Querdenker spannen den Bogen sehr viel weiter: Sie brechen mit Konventionen ihrer Branche und entwickeln coole neue  Service-Angebote, die aufhorchen lassen, begeistern und ein temporäres Monopol im Markt schaffen (mehr).

Servicedesign bei der Bank of America – "Keep the Change"

Was tun mit den vielen Münzen, die man als Wechselgeld zurückbekommt und die sich im eigenen Portemonnaie sammeln und es irgendwann zum Bersten bringen? Unsere Lösung: Es mit gleicher Münze heimzahlen - und das funktioniert so: Stehen Sie beim nächsten Supermarktbesuch an der Kasse, murmeln Sie einfach mit lässiger Selbstverständlichkeit: "Moment, ich hab's passend." Dann beginnen Sie damit, die Cent-Stücke aus ihrer Geldbörse vorzuzählen. Ein Tipp von uns: Echte Profis stürzen gleich das ganze Kleingeld auf das Kassenband und bitten den Kassierer, sich doch den passenden Betrag rauszusuchen.

OK, wir geben es zu: Diesen Trick haben wir noch nicht ausprobiert. Dafür sammeln wir unser Kleingeld in einer alten Milchkaffeetasse... Aber wäre es nicht schön, wenn eine Bank hierfür eine innovative Lösung hätte, die vielleicht auch noch zum Sparen anregt?




Die Bank of America hat genau dieses Problem als Chance begriffen. Um eine innovative Lösung zu erarbeiten, wurde zunächst ein interdisziplinäres Team der US-Designagentur Ideo beauftragt, das Sparverhalten von amerikanischen Haushalten in Erfahrung zu bringen. Das Team bestand aus Anthropologen, Psychologen und Soziologen. Sie beobachteten die Menschen beim Einkauf und bei der Hausarbeit.

Banaler Befund: "Uns fiel auf, dass viele Menschen gern Geld sparen würden, aber Schwierigkeiten hatten, diese Absicht umzusetzen." Die Servicedesigner von Ideo konzipierten ein radikal einfaches Finanzprodukt für die ratlose Zielgruppe: "Keep the Change" – "Behalte das Wechselgeld". Und das funktioniert so:

Bezahlen Kunden der Bank of America beim Einkaufen mit der Bankkarte, rundet die Bank den Betrag bis zur nächsten geraden Summe auf. Die Differenz wird automatisch auf ein Sparkonto überwiesen. Simpler geht Sparen nicht!

Und damit das Ganze noch interessanter wird, bezuschusst die Bank das Sparen, indem sie den gesparten Betrag nach den ersten drei Monaten verdoppelt und am Jahresende noch einmal 5 Prozent dazu gibt. Diese Geschenke sind allerdings auf 250 Dollar im Jahr begrenzt.



"Keep the Change" ist ein riesiger Erfolg: Nach einem knappen Jahr nutzten bereits 2,5 Millionen Kunden das Serviceangebot. Außerdem wurden 700.000 neue Bankkonten und eine Million Sparbücher angelegt.

Querdenk-Chance

Entscheidend für die erfolgreiche Entwicklung von Ideen wie "Keep the Change" ist die Herangehensweise eines interdisziplinären Teams aus Bankern, Designern, Soziologen und Psychologen. "Im Gegensatz zur rein technischen Innovation geht es um Einfühlungsvermögen und Vorstellungskraft", so Ideo-Chef Tim Brown.

Die Lösung, die dabei entwickelt wurde, finden wir ebenso so einfach wie genial. Aber genau das ist es: Bitte nicht noch mehr Broschüren mit Spartipps drucken, sondern ungewöhnliche Lösungen entwickeln, die dem Kunden Spaß machen und einen echten Wert liefern.


Quellen und weiterführende Informationen

>"Unternehmen entdecken das Servicedesign", Wirtschaftswoche, 07.05.2008
>"Vorstände müssen 'denken wie ein Designer'", Wirtschaftswoche, 30.09.2006
>Sparprogramm "Keep the Change" der Bank of America
>Homepage Ideo
>Mehr Beispiele zu 5-Star-Service
>Mehr Quergedachtes: ALLES, AUSSER GEWÖHNLICH & DIFFERENT THINKING






Camiseta que suda – Das selbstschwitzende Trikot

Just zur EM kursierte ein innovativer Trikot-Prototyp im Internet, der es den Fußballfans erlaubt, mit ihren Fußballidolen nicht nur mitzufiebern, sondern auch vom heimischen Sofa aus mitzuschwitzen.

Das selbstschwitzende Hightech-Trikot (Camiseta que suda) von der Tüftlerin Mariana Rivera hat eingearbeitete Mikrosensoren, die auf die Lautstärke der Fernsehübertragung reagieren. Steigt der Pegel – üblicherweise bei spannenden Spielszenen –, befeuchten kleine Wasserpumpen die Achselregion. Der Spieler schwitzt auf dem Rasen, der Fan schwitzt vor dem Fernseher. Das ist Identifikation pur!









Die Business-Querdenker und Bestsellerautoren Anja Förster und Dr. Peter Kreuz gehören zu einer neuen Generation von Wirtschaftsvordenkern: Leidenschaftlich unkonventionell kämpfen sie für die Befreiung aus Denkschablonen, das Ablegen von Scheuklappen und das Verlassen ausgetretener Pfade.

            
     

Ihr Labor für Business Querdenken ist die weltweit einzige Organisation, die auf allen fünf Kontinenten nach unkonventionellen und erfolgreichen Geschäftskonzepten forscht und nach den Menschen, die dahinter stehen.

Zu ihren Kunden zählen die Führungsetagen von Bayer, BMW, SAP, Siemens und weiterer namhafter Unternehmen.

Wenn Sie Förster & Kreuz buchen möchten, kontaktieren Sie Petra Steurer:
Tel. +41 (0)71 7446522;


Mehr Infos gibt's hier:
>Förster & Kreuz: In Vorträgen
        >Förster & Kreuz: In Büchern
>Förster & Kreuz: In Person          
 >Querdenk-Labor
>Querdenk-Cast
 


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Redaktion: Anja Förster, Simone Holstein, Moritz Jäger, Peter Kreuz

 

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