Wenn schon, dann 50:50

testen-ausprobieren-experimentieren

Das Neue ist für Sie hoch attraktiv. Gerade für Sie! Denn sonst würden Sie diesen Beitrag nicht lesen, Sie würden unsere Bücher nicht kaufen und Sie würden keinen Vortrag von uns besuchen. Wir sind sicher: Sie sind jemand, der eigene Ideen hat. Und Sie lieben es herauszufinden, ob sie sich umsetzen lassen.

Die Frage, die darum immer wieder an Ihrem Horizont auftaucht, lautet: Wird es funktionieren? Haben Sie mit Ihrer Idee ein Glückslos gezogen? Oder doch eine Niete? Top oder Flop?

In Unternehmen gibt es zwei mögliche Wege, um den Erfolg oder Misserfolg einer Idee abzuschätzen:

1. Analyse der Zukunft: Milieustudien, Trendanalysen, Kundenbefragungen, Expertenmeinungen, Extrapolationen, Szenario-Technik – es gibt tausende von Methoden, um abzuschätzen, was die Zukunft bringen könnte. Das Problem dabei: Das basiert auf Annahmen, Meinungen, Halbwahrheiten, Vermutungen. In diesem Nebelfeld kann unbemerkt ein Faktor bestimmend wirken: Angst! Angst falsch zu liegen, ausgelacht zu werden, Geld zu verlieren, Kritik einzustecken, in die falsche Richtung zu laufen.

2. Analyse der Vergangenheit: Ein Blick zurück ist hilfreich, um die Erfolgsfaktoren des eigenen Marktes oder der Branche zu erkennen und Schlüsse daraus zu ziehen. Warum war dieses Produkt erfolgreich und jenes nicht? Und was lässt sich daraus für die Zukunft ableiten? Das Problem dabei: Im Nachhinein ist man immer schlauer. In der Rückschau lässt sich immer hervorragend erklären, warum etwas gut oder schlecht gelaufen ist. Nur hat man dieses Nachhinein leider nicht zur Verfügung, wenn eine Entscheidung ansteht!

Beide Verfahren sind gut und richtig. Vielleicht können Sie so die eine oder andere Erkenntnis gewinnen – aber Sie bekommen nicht mal ansatzweise Sicherheit, ob das Neue funktioniert. Für eine gut begründete Scheinsicherheit können Sie auf beide Weisen jede Menge Geld verbraten. Die Chance liegt aber in der Realität weiterhin bei 50:50. Egal, was die Daten Ihnen vorgaukeln.

Deswegen lieben wir den dritten Weg: Ausprobieren! Und zwar in vollem Bewusstsein, dass das Experiment scheitern könnte. Am besten halten Sie den Versuch klein, kostengünstig und kalkulieren ein mögliches Scheitern ein. Gehen Sie ruhig davon aus, dass Sie auf diese Weise Fehler aufdecken werden. Denn dass es funktioniert, ist nie sicher. Sicher ist so aber eines: Sie werden zu ECHTEN Erkenntnissen kommen. Denn ein Versuch ist kein Daten-Check, sondern ein Realitäts-Check.

Unterm Strich ist es immer besser ein gut kalkuliertes Wagnis einzugehen, als von vornherein leer auszugehen. Frei nach Alberto Alessi, dem Chef der gleichnamigen Designfirma: „Ein Unternehmen ohne Niederlagen ist kreativ tot.“

Das Trial-and-Error-Verfahren können Sie sogar zur Unternehmensstrategie machen, was wir schon mal beschrieben haben.

Analysieren ist okay. Aber bitte: Nicht zu Tode analysieren! Zahlen können eine hilfreiche Richtschnur sein – sie sind aber niemals Ersatz fürs Ausprobieren. Sie kommen letztlich nicht drum herum: Sie müssen es versuchen! Sie müssen es riskieren! Also können Sie das ja auch gleich von Anfang an tun…

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